Die Kanaren haben einen Ruf: überlaufen, zubetoniert, ewiger Frühling für Leute mit Bändchen am Handgelenk. Wir waren von Mitte November bis Mitte April mit Balu dort, 157 Tage, alle sieben Inseln. Und ja, der Ruf stimmt. An ungefähr zehn Prozent der Küste. Die anderen neunzig haben wir uns angesehen.
Lohnt sich die Kanaren-Reise mit dem eigenen Wohnmobil überhaupt?
Für wen die Kanaren im Wohnmobil passen – und für wen nicht
Nach fünf Monaten haben wir eine recht klare Vorstellung davon, wer dort glücklich wird. Du passt gut auf die Kanaren, wenn:
- dein Fahrzeug vier bis fünf Tage ohne Ver- und Entsorgung auskommt
- du nichts dagegen hast, abends Nachbarn zu haben – und zwar fast immer
- du bereit bist, für Frischwasser auch mal 40 Kilometer zu fahren
- du im Winter lieber wanderst als badest (dazu später mehr, das Thema tut uns noch weh)
- du mindestens acht Wochen bleibst
Eher nicht dein Ziel, wenn du drei Wochen Urlaub hast, einen Campingplatz mit Stromanschluss brauchst oder dir Einsamkeit wichtiger ist als Sonne. Dann wäre Marokko oder das portugiesische Hinterland im Winter die ehrlichere Wahl.
Das Vorurteil „überlaufen” – und was wirklich dran ist
Überlaufen sind die Kanaren an den Stellen, die auf den Prospekten stehen: Playa del Inglés, Maspalomas, Los Cristianos, Puerto de la Cruz, Costa Calma, Jandía, Corralejo… Dort stehen die Hotels dicht an dicht, und dort wollten wir auch gar nicht hin.

Alleine steht man selten
Überrascht hat uns etwas anderes. Wir hatten mit deutschen Rentnerkolonnen gerechnet und bekamen stattdessen spanische Familien. Auf den Küstenparkplätzen, an den Stauseen, in den Bergen: Überall standen Camper mit kanarischem Kennzeichen, und am Wochenende wurde es richtig voll. In fünf Monaten haben wir an einer Handvoll Abenden ganz allein gestanden. Wir haben nicht mitgezählt, es war aber auch nicht schwer.
Das einzige Gemecker über „zu viele Wohnmobile” kam nicht von Einheimischen, sondern aus den Kommentarspalten – von deutschen Auswanderern, die ihre Insel verständlicherweise gern für sich behalten würden. Die Kanarier selbst, vom Tankwart bis zur Ärztin, waren durchweg freundlich zu uns. Vielleicht, weil sie am Wochenende neben uns standen.
Wie kommt man mit dem Wohnmobil auf die Kanaren?
Mit der Fähre ab Cádiz oder Huelva. Die Schiffe fahren nach Teneriffa, Gran Canaria oder Lanzarote, teils mit Zwischenstopps. Je nach Route dauert die Überfahrt 28 bis 40 Stunden. Eine Kabine ist bei dieser Dauer keine Komfortfrage, sondern die Voraussetzung dafür, dass du am Ziel noch fahrtüchtig bist. Finden wir Weicheier zumindest. Es gibt natürlich auch Hartgesottene, die sich mit einem Pullman-Sitz zufrieden geben oder irgendwo unter Deck eine Isomatte ausrollen. Aus dem Alter sind wir raus.
Fähre Cádiz–Teneriffa: Unsere 33 Stunden in Zahlen
Mitte November legen wir in Cádiz ab, mit Naviera Armas. 1.219 Euro für Balu, uns beide und eine Kabine, einfache Strecke. Zurück im April sind es 1.215 Euro. Zusammen 2.434 Euro. Das ist knapp ein Drittel unseres gesamten Winterbudgets, und wir würden es wieder tun.

Es ging hoch her auf der Überfahrt zu den Kanaren
Die Hinfahrt ist eine Schaukelpartie. Sturm über dem Atlantik, Wellen bis acht Meter, das Schiff hebt und senkt sich im Minutentakt. Wir haben vorsorglich Reisetabletten eingeworfen, was sich am Abend als kluge Entscheidung herausstellt: Im Restaurant sind wir fast allein. Das Buffet steht komplett, die Kellner haben Zeit, und wir essen in aller Ruhe, während der Rest des Schiffs in den Kabinen liegt. Die Rückfahrt im April dann: spiegelglatte See, 33 Stunden lang. Da ist das Restaurant voll.
Was wir vorher nicht wussten: Die Aktionsangebote der Reedereien, etwa zum Black Friday, gelten in der Regel nur für Residentes, also Menschen mit Wohnsitz auf den Kanaren. Als Tourist zahlst du den normalen Tarif. Wir haben es ausprobiert.
Anreise Kanarische Inseln mit dem Wohnmobil
- Häfen auf dem Festland: Cádiz und Huelva
- Reedereien: Ab Cádiz Naviera Armas und Baleària, ab Huelva Fred Olsen Express
- Zielhäfen: Santa Cruz de Tenerife, Las Palmas de Gran Canaria, Arrecife (Lanzarote), teils Puerto del Rosario (Fuerteventura)
- Dauer: Cádiz–Teneriffa rund 33 Stunden, Cádiz–Lanzarote rund 28 Stunden, mit Zwischenstopps bis zu 39 Stunden
- Unser Preis (Winter 2025/26, Naviera Armas): 1.219 Euro hin, 1.215 Euro zurück. Wohnmobil, 2 Personen, Kabine
- Buchungstipps: Rückfahrt gleich mitbuchen, im Frühjahr sind die Schiffe schnell voll. Fahrzeugplatz und Kabine mindestens 6 bis 8 Wochen vorher reservieren. Aktionspreise gelten meist nur für Residentes. Reisetabletten einpacken, auch wenn du sonst nie welche brauchst.
- Aufenthaltsdauer: Nach sechs Monaten müsste das Fahrzeug in Spanien angemeldet und verzollt werden. Unsere 157 Tage lagen bewusst darunter.
Inselhopping: Welche Fähren zwischen den Inseln fahren
Die Festlandfähre ist der große Brocken. Danach wird es übersichtlicher: Für acht Überfahrten zwischen den sieben Inseln haben wir zusammen 913 Euro bezahlt. Die kürzeste dauerte 30 Minuten, die längste zweieinhalb Stunden.
| Strecke | Reederei | Dauer | Preis |
|---|---|---|---|
| Los Cristianos (Teneriffa) – El Hierro | Armas | 2,5 h | 103 € |
| El Hierro – Los Cristianos | Armas | 2,5 h | 103 € |
| Los Cristianos – La Gomera | Armas | 50 min | 95 € |
| La Gomera – La Palma (Express) | Fred Olsen | 2 h | 128 € |
| La Palma – Los Cristianos | Fred Olsen | 2,5 h | 130 € |
| Santa Cruz de Tenerife – Agaete (Gran Canaria) | Fred Olsen | 1,5 h | 125 € |
| Las Palmas – Morro Jable (Fuerteventura) | Fred Olsen | 2 h | 155 € |
| Corralejo (Fuerteventura) – Playa Blanca (Lanzarote) | Fred Olsen | 30 min | 74 € |
| Gesamt, 8 Überfahrten | 913 € | ||
Preise für Wohnmobil und zwei Personen, Winter 2025/26.
Die meisten Strecken bedienen Armas und Fred Olsen parallel, Olsen ist meist ein paar Euro teurer. Wir haben jeweils nach Fahrplan entschieden, nicht nach Reederei, und auf den Schiffen keinen Unterschied gemerkt, der den Aufpreis erklären würde. Zwischen La Gomera und La Palma lohnt der Blick in den Fahrplan: Die Expressfähre braucht zwei Stunden, die Alternative läuft über Teneriffa und dauert mehr als doppelt so lang.
Ruhig war der Atlantik zwischen den Inseln so gut wie nie. Bei allen längeren Überfahrten haben wir vorsorglich Reisetabletten genommen.
Darf man auf den Kanarischen Inseln mit dem Wohnmobil frei stehen?
Campen außerhalb zugelassener Plätze ist verboten, Parken auf öffentlichen Flächen ist erlaubt. Die Grenze zwischen beidem: Das Fahrzeug steht auf seinen Rädern, ohne Keile, nichts wird rausgestellt. Eine neue kanarische Verordnung, geplant ab September 2026, verbietet das freie Campen ausdrücklich, lässt diese Parkregel aber unangetastet. Wir haben in fünf Monaten 134 Nächte frei gestanden und keinen einzigen Kontakt mit Polizei oder Guardia Civil gehabt.
In der Praxis gibt es nur sehr wenige offizielle Stell- oder Campingplätze, auf manchen Inseln gar keine. Also wird das freie Stehen an vielen Stellen geduldet.
Winter 2025/26: So war es tatsächlich
Von unseren 146 Nächten auf den Inseln haben wir neun in einem Ferienhaus auf La Palma verbracht und drei auf Campingplätzen, beide auf Teneriffa, beide Male wegen der Entsorgung. Die anderen 134 Nächte standen wir auf Küstenparkplätzen, an Stauseen, in Barrancos und auf ausgewiesenen Wohnmobilplätzen. Eine davon auf dem Parkplatz eines Krankenhauses, aber dazu später. Kein Klopfen an der Tür, kein Zettel an der Scheibe und kein Strafzettel.

Frühstück auf dem Stellplatz auf Gran Canaria
Unsere Regeln dabei waren simpel. Draußen steht nichts, außer gelegentlich wir selbst. Keine Stühle, kein Tisch, keine Keile. Grauwasser bleibt im Tank, bis wir an einer Station sind. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Wer so steht, parkt – und Parken ist auf den Kanaren das, was es überall in Spanien ist: erlaubt, solange kein Schild etwas anderes sagt. Und Schilder gibt es, vor allem auf Fuerteventura im Bezirk La Oliva. Die haben wir ernst genommen.
Der wichtigste Tipp kommt aber nicht aus einem Gesetzestext, sondern vom Beobachten: Die Kanarier fahren selbst gern Wohnmobil. Freitagmittag füllen sich die beliebten Plätze an der Küste, Sonntagabend leeren sie sich wieder. Wer am Samstag einen Platz am Wasser sucht, sucht lange. Wir haben uns angewöhnt, die Wochenendfrage am Freitag bis 13 Uhr zu klären. Einmal in Alcalá wurde es knapp: Wir kamen am späten Vormittag, und auf dem Wohnmobil-Stellplatz an der Promenade war genau eine Lücke frei. Unsere. Seitdem fahren wir freitags früher los.
Was sich mit der neuen Camping-Verordnung ändert
Während wir auf den Inseln unterwegs waren, hat die kanarische Regierung an einem Gesetz gearbeitet, das es so vorher nicht gab: einer eigenen Verordnung für Wohnmobile, Campingplätze und Stellplätze. Wir haben vor Ort nichts davon bemerkt, kein neues Schild, kein Gespräch an der Tankstelle. Die Diskussion lief in den Kommentarspalten, nicht am Strand.
Die neue kanarische Wohnmobil-Verordnung – Stand Ende 2026
- Was: Erste eigene Verordnung der Kanaren für Camping, Wohnmobile und Stellplätze. Entwurf lag im Sommer 2025 öffentlich aus, im Sommer 2026 beim Konsultativrat. Geplantes Inkrafttreten: September 2026.
- Kern: Freies Campen mit touristischem Zweck ist auf allen Inseln verboten – an Stränden, in den Bergen, am Straßenrand.
- Die entscheidende Ausnahme: Ein Wohnmobil gilt nicht als campend, wenn es in zugelassenen Zonen öffentlicher Straßen parkt, auf den eigenen Rädern steht, keine Keile nutzt und nichts auf die Straße ablässt.
- Stellplätze: Gemeinden bekommen fünf Jahre Zeit, provisorische Flächen für Wohnmobile einzurichten, wo es noch keine gibt. Verpflichtet sind sie dazu nicht.
- Parallel spanienweit seit März 2026: Die Verkehrsbehörde DGT hat die Regel „Parken ja, Campen nein” neu gefasst. Markise, Stützen, Tisch, Stühle = Campen. Bußgelder meist 200 bis 600 Euro.
- Unsere Einschätzung: Für alle, die so stehen wie wir, ändert sich auf dem Papier wenig. Wie streng kontrolliert wird, wissen wir nicht. Wir aktualisieren diesen Kasten, sobald wir mehr wissen – und freuen uns über Hinweise in den Kommentaren.
Kanaren Stellplätze: Was es offiziell gibt
Campingplätze sind auf den Kanaren Mangelware, und die wenigen sind nicht dort, wo du sie erwartest. Fuerteventura hat keinen einzigen, Lanzarote seit Kurzem auch nicht mehr. Dafür gibt es auf einigen Inseln kostenlose Wohnmobil-Stellplätze mit Ver- und Entsorgung, eingerichtet von den Gemeinden.
- Teneriffa: Mehrere kostenlose Naturcampingplätze des Cabildo (Genehmigung vorab online), darunter unser Favorit Chío oberhalb von Guía de Isora. Dazu Campingplätze wie Punta del Sordo und Punta del Hidalgo, kostenlose Stellplätze an der Küste, etwa in Alcalá
- El Hierro: Kostenloser Wohnmobil-Stellplatz in Frontera, Naturcampingplatz Hoya del Morcillo im Inselinneren
- La Gomera: Wohnmobil-Parkplatz in Playa Santiago, offizieller Stellplatz in Valle Gran Rey ohne Infrastruktur
- La Palma: Drei kostenlose Wohnmobil-Stellplätze mit Ver- und Entsorgung – Los Llanos, Tijarafe, Barlovento. Für eine Insel dieser Größe ist das ein Träumchen.
- Gran Canaria: Wohnmobil-Platz Playa Tauro, weitere Plätze bei Telde und im Norden. Im Inselinneren mehrere Naturplätze des Cabildo (Genehmigung vorab einholen).
- Fuerteventura: Kein Campingplatz, Ver- und Entsorgungsstation in El Cotillo oder an Tankstellen
- Lanzarote: Kein Campingplatz mehr, Ver- und Entsorgung nur an Tankstellen
Wie funktioniert die Ver- und Entsorgung auf den Kanaren?
Meist an Tankstellen, und davon gibt es pro Insel nur eine Handvoll. Wer frei steht, braucht vier bis fünf Tage Autarkie und plant die Entsorgungsfahrt als eigenen Programmpunkt ein. Ausnahme ist La Palma mit drei kostenlosen Stellplätzen inklusive Station. Frischwasser kostet in der Regel 1 Euro pro 100 Liter, Grauwasser entsorgen ist fast überall kostenlos.

Wasser tanken auf dem einzigen Stellplatz auf El Hierro
Die Stellen, die wir genutzt haben – Insel für Insel
Die Ver- und Entsorgung war in fünf Monaten der Teil des Vanlebens, der sich am wenigsten nach Spaß angefühlt hat. Nicht, weil die Stationen schlecht wären. Sondern weil es so wenige gibt. Auf La Gomera gibt es genau eine Tankstelle, an der du entsorgen kannst, und sie liegt in Alajeró im Süden. Wer im Norden steht, hat einen Tagesausflug vor sich.
| Insel | Ort | Was es gibt |
|---|---|---|
| Teneriffa | Tankstelle Tgas El Médano | V/E |
| Teneriffa | Camping Punta del Sordo | V/E, Übernachtung |
| Teneriffa | Camping Punta del Hidalgo (Nordosten) | V/E, Übernachtung |
| El Hierro | Wohnmobil-Stellplatz Frontera | V/E, einzige Station der Insel, kostenlos |
| La Gomera | Tankstelle Alajeró (bei Playa de Santiago) | Entsorgung, einzige Station, kostenpflichtig |
| La Gomera | Wohnmobil-Parkplatz Playa Santiago | Frischwasser kostenlos |
| La Palma | Stellplätze Los Llanos, Tijarafe, Barlovento | V/E, kostenlos |
| Gran Canaria | Wohnmobil-Platz Playa Tauro | V/E, Übernachtung |
| Gran Canaria | Zwei Tankstellen in Vecindario | Frischwasser, Grauwasser in der Waschanlage |
| Fuerteventura | Tankstellen Morro Jable und Corralejo | V/E |
| Fuerteventura | Station El Cotillo | V/E, kostenlos |
| Lanzarote | Tankstellen Arrecife, Teguise, San Bartolomé, Tinajo | V/E |
Stand Winter 2025/26. Öffnungszeiten vor Ort prüfen, Tankstellen ändern ihr Angebot gern mal ohne Ankündigung.
Zu den Preisen: Grauwasser entsorgen war überall kostenlos, außer auf La Gomera. Frischwasser kostet in der Regel 1 Euro pro 100 Liter – wobei selten wirklich 100 Liter aus dem Schlauch kommen. Wir haben meist 2 bis 3 Euro eingeworfen, bis der Tank voll war. Schwarzwasser-Entsorgung ist immer kostenpflichtig; wir brauchten sie mit unserer Trockentrenntoilette nicht, was auf den Kanaren ein echter Vorteil ist.
Zwei Dinge, die uns dabei aufgefallen sind. Erstens: Auf Gran Canaria lässt du das Grauwasser in Vecindario in der Autowaschanlage ab. Das klingt improvisiert, ist aber offiziell so gedacht und funktioniert. Zweitens: La Palma. Die kleinste der großen Inseln hat drei kostenlose Stellplätze mit kompletter Station, sauber und frei zugänglich.
Wie viel Autarkie du wirklich brauchst
Balu hat 100 Liter Frischwasser, 90 Liter Grauwasser, einen 200-Ah-Lithium-Akku, 240 Wp Solar auf dem Dach und ein 200-Wp-Faltmodul zum Aufstellen. Strom war damit im kanarischen Winter kein Thema, die Sonne steht auch im Januar hoch genug. Wasser dagegen ist der Taktgeber. Mit 100 Litern fahren wir alle vier bis fünf Tage zur Station, Duschen inklusive, wenn auch kurz. Wer 40 Liter an Bord hat, steht jeden zweiten Tag an der Tankstelle und sieht mehr von der Insel, als ihm lieb ist.
Welche Kanaren-Insel lohnt sich mit dem Wohnmobil am meisten?
Das ist sicher eine sehr individuelle Sache. Auf Fuerteventura gibt es (noch) viele Stellen zum Freistehen, es ist aber sehr windig dort. Teneriffa hat die milde, aber volle Südküste und schöne Naturstellplätze des Cabildo.
Gran Canaria hat uns am meisten überrascht, mit einem Bergland, das in keinem Prospekt steht. La Palma ist das Paradies für Ver- und Entsorgung. El Hierro und La Gomera sind klein, steil und ruhig. Lanzarote ist in drei Wochen gesehen.
Wir haben die Inseln in dieser Reihenfolge bereist, und so unterschiedlich waren sie:
Teneriffa – 35 Tage, unser Basislager
Teneriffa war unser Ankunftshafen, unser Umsteigebahnhof zwischen den Westinseln und der Ort, von dem aus wir im Januar für zwölf Tage nach Deutschland geflogen sind. Zusammen 35 Tage, mehr als auf jeder anderen Insel. Die Südküste um El Médano ist der Teil, auf dem die meisten Camper stehen, und das aus gutem Grund: Hier ist es trocken, sonnig, und die Tankstelle Tgas mit V/E-Station liegt um die Ecke.

Traumhaft schön: Der Naturstellplatz Chio auf Teneriffa
Unsere liebsten Plätze lagen trotzdem woanders: an der Anaga-Küste im Nordosten, wenn das Wetter mitspielte, und auf dem Cabildo-Platz Chío oberhalb von Guía de Isora. Am Wochenende, wenn an der Küste alles voll war, sind wir nach Puertito de Güímar ausgewichen. Unspektakulär, aber ruhig. Es gibt einen Supermarkt, mehrere kleine Lokale und einen nicht überlaufenen Strand mit dunklem Sand.
El Hierro – 9 Tage am Ende der Welt
Die kleinste Insel, die westlichste, die ruhigste. Eine einzige Ver- und Entsorgungsstation, kostenlos, auf dem Stellplatz in Frontera. Wer hier steht, steht trotzdem nicht allein, vor allem am Wochenende.

Fast alleine standen wir am äußersten westlichen Zipfel von El Hierro
Die Straßen sind kurvig, eng und ohne Leitplanken – nichts für schwache Nerven. El Hierro ist die Insel für Leute, die nach dem dritten Tag nicht nervös werden, wenn nichts passiert. Und die Insel, an der unser Badeplan gescheitert ist. Dazu gleich mehr.
La Gomera – 10 Tage, steil und grün
Die Fähre ab Los Cristianos braucht 50 Minuten, danach ist man in einer anderen Welt: Terrassen, Palmen, Nebelwald im Garajonay. Für Wohnmobile ist La Gomera anspruchsvoll. Die Straßen steil und kurvig, dafür mit sensationellen Ausblicken.
Der einzige offizielle Wohnmobilstellplatz liegt in Valle Gran Rey, genialerweise an einer abschüssigen Straße. Wer sich das ausgedacht hat, war sicher kein Camper. Hier kannst du an diversen Wohnmobilen interessante Konstruktionen bewundern, um die Schräge auszugleichen.

Das nennt sich Wohnmobilstellplatz auf La Gomera
Es gibt genau eine Station zum Entsorgen, in Alajeró im Süden, und sie kostet. Frischwasser gibt es am Wohnmobil-Parkplatz in Playa Santiago. Wer im Norden steht, plant die Entsorgung als Tagesausflug. Wir haben das einmal gemacht. Es war ein schöner Tagesausflug.
La Palma – 18 Tage, das Ver- und Entsorgungs-Paradies
Der ADAC rät Wohnmobilfahrern von La Palma ab und empfiehlt einen Mietwagen. Wir waren 18 Tage dort, über Weihnachten und Neujahr, und können das nicht nachvollziehen. La Palma hat drei kostenlose Wohnmobil-Stellplätze mit kompletter Station, in Los Llanos, Tijarafe und Barlovento. Das ist mehr als auf Fuerteventura, Lanzarote und La Gomera zusammen. Die Straßen sind steil und kurvig, ja. Aber das sind sie auf allen Westinseln.

Lieblingsplatz auf La Palma am Leuchtturm Faro de Fuencaliente
Über die Feiertage haben wir uns für 400 Euro ein ruhig gelegenes Ferienhaus gemietet, neun Nächte. Balu stand davor und hat sich nicht beschwert.
Gran Canaria – 27 Tage, die Überraschung
Auf Gran Canaria hatten wir die geringsten Erwartungen. Playa del Inglés, Maspalomas, Hotelburgen, so ungefähr war unser Bild. Das stimmt auch, auf den zwölf Kilometern Küste im Süden. Dann sind wir ins Inselinnere gefahren.

Über den Wolken in den Bergen Gran Canarias
Tejeda liegt auf gut 1.000 Metern mitten in einer Berglandschaft, mit der wir auf einer Badeinsel nicht gerechnet hatten. Schon die Anfahrt von Maspalomas hoch ist atemberaubend: steile, schroffe Berglandschaft mit Wüstencharakter verwandelt sich in eine grüne Bergwelt. Tejeda hat den Titel eines der schönsten Dörfer Spaniens zu sein. In der Fußgängermeile ist tagsüber viel los, aber abends wird es ruhig. Es lohnt sich, durch die steilen Gassen des Örtchens zu schlendern.
Von hier sind wir zum Gipfel des Roque Bentayga aufgestiegen. Bis zum Visitor Center am Fuße des Felsens geht es mit dem Van (Titelbild). Hier gibt es ein kostenlos zugängliches Museum, das über die Geschichte der Ureinwohner, der Guanchen, informiert. Der Roque de Bentayga war ein Kultplatz, ähnlich der des bekannteren Roque de Nublo. Ein halbstündiger Aufstieg über einen schmalen Pfad bringt uns zum Plateau, von dem aus wir die Aussicht über die bizarre Landschaft genießen.
Artenara, das höchstgelegene Dorf der Insel, ist ein angenehm ruhiger Ort. Hier gibt es ein sehenswertes Höhlenmuseum. Lange Zeit wohnten die Canarios in Felshöhlen, bis in die Neuzeit hinein.

Relativ einsam im Barranco de Fatarga
Und im Barranco de Fataga standen wir frei zwischen Palmen und rötlichen Felswänden, zwanzig Minuten von der Küste entfernt und doch in einer anderen Welt. Und ja, abends hat sich noch ein Spanier mit einem Mikrocamper neben uns gestellt.
Gran Canaria ist die Insel, auf der unsere These am deutlichsten wird: Die Kanaren sind überlaufen, wenn du dort stehst, wo alle stehen. Man muss nur den Berg hochfahren.
Fuerteventura – 27 Tage, Wind und Weite
Fuerteventura ist die einfachste Insel zum Freistehen: flach, weit, viel Küste, wenig Bebauung. Es gibt keinen einzigen Campingplatz, dafür Stationen in Morro Jable, Corralejo und El Cotillo. Es ist auch die Insel mit den meisten Verbotsschildern, vor allem im Bezirk La Oliva bei El Cotillo im Norden. Wer die ernst nimmt, hat trotzdem genug Platz.

Bei El Cotillo war’s abends ruhig, tagsüber kamen die Surfschulen
Fuerteventura ist aber auch die Insel, auf der uns ein angekündigtes Sturmtief fast eine Woche in La Oliva festgehalten hat. Regen und Wind gegen die Scheiben, und Balu hat geschaukelt wie auf der Fähre. Und es ist die Insel, auf der wir unfreiwillig das Gesundheitssystem getestet haben. Dazu weiter unten ein eigener Abschnitt.
Lanzarote – 20 Tage, Vulkan und Kunst
Die letzte Insel vor der Rückfahrt. Lanzarote ist klein, schwarz und von César Manrique geprägt, der dafür gesorgt hat, dass hier kein Haus höher als eine Palme ist. Die Werke des berühmten Architekten findest du überall auf der Insel – meistens zu saftigen Eintrittspreisen. Gratis kannst du die Islote de Fermina in Arrecife besichtigen.
Eine Führung durch eine der Bodegas in La Geria ist interessant, um die ungewöhnliche Weinbau-Methode auf Lanzarote kennenzulernen.

Auch auf Lanzorote blieben wir an solchen Stellen nicht allein
Ver- und Entsorgung gibt es nur an Tankstellen in der Inselmitte: Arrecife, Teguise, San Bartolomé, Tinajo. Den Campingplatz, der in älteren Reiseführern steht, gibt es nicht mehr.
In unserem Empfinden war Lanzarote auch die vollste der Inseln. Überall waren die Mietwagen der Tourist*innen unterwegs. Drei Wochen waren für uns genau richtig, danach hatten wir die Insel gesehen.
Wie ist das Überwintern auf den Kanaren im Wohnmobil wirklich?

So kann es auf den Kanaren auch sein
Mild, aber nicht windstill. Tagsüber meist 18 bis 23 Grad, nachts selten unter 14, in den Bergen deutlich kälter. Dazu kommen Sturmtage, mehr als wir erwartet hatten, und einige Regentage, vor allem auf den Westinseln. Baden in den natürlichen Felsbecken war in fünf Monaten kein einziges Mal möglich. Wer im Januar Strandurlaub sucht, ist auf der Südseite von Teneriffa oder Fuerteventura am besten aufgehoben.

Windzerzaust statt sonnenverwöhnt…
Wetter: Der ewige Frühling hat Sturmtage
Vor der Reise hatten wir ein Bild im Kopf: La Maceta auf El Hierro. Ein natürliches Schwimmbecken aus schwarzer Lava, in das der Atlantik sanft hineinschwappt, während man gemütlich im klaren Wasser treibt. Wir hatten die Handtücher und Badesachen griffbereit.
Dann standen wir da. Der Atlantik schwappte nicht, er donnerte. Die Gischt flog über die Mauer, das Becken war eine weiße Waschmaschine, und ein Schild riet dringend davon ab. Wir haben zugeschaut, Fotos gemacht und sind wieder gefahren.

Schaumbad im Atlantik?
Das wiederholte sich auf La Palma, auf Gran Canaria, auf Lanzarote. Bilanz nach fünf Monaten: null Bäder in Felsbecken. Immerhin haben wir das ein oder andere Bad am Strand geschafft, aber deutlich seltener, als wir es uns vorgestellt haben.
Was wir daraus gelernt haben: Der kanarische Winter ist kein Sommer mit anderem Datum. Es ist ein Winter, nur ein sehr freundlicher. Die Temperaturen sind angenehm, die Sonne scheint oft, aber der Wind weht fast immer, und wenn ein Tief kommt, bleibt es ein paar Tage. Auf Fuerteventura hat uns eines davon fast eine Woche in La Oliva festgehalten. Wer das weiß, packt Wanderschuhe statt Flossen ein und ist zufrieden.
Alltag im Van: Einkaufen, Wäsche, Internet, Nachbarn
Der Alltag ist einfacher als auf dem Festland. Supermärkte gibt es überall, die Preise liegen etwa auf deutschem Niveau. Waschsalons findest du in jedem größeren Ort. Mobiles Internet funktioniert mit dem deutschen Vertrag ohne Aufpreis, nur tief in den Barrancos wird es dünn. Wir brauchen viel Datenvolumen und haben uns daher eine spanische SIM besorgt. Das funktionierte problemlos.
Und die Nachbarn: Es gibt sie fast immer. Spanische Familien am Wochenende, Camper aus halb Europa unter der Woche. Wer das als Einschränkung empfindet, wird auf den Kanaren nicht glücklich.
Krank im Wohnmobil: Was wir auf Fuerteventura gelernt haben
Wir hatten nicht geplant, das kanarische Gesundheitssystem zu testen. Es hat uns dann doch erwischt, am abgelegenen Strand bei Ajuy an der Westküste Fuerteventuras. Marcus bekam plötzlich eine Sehstörung. Er konnte Text auf dem Handy nicht mehr erfassen und nicht wiedergeben und wollte sich hinlegen. Ich habe gesagt: Ab ins Krankenhaus. Zuerst mussten wir die neun Kilometer Piste wieder hochfahren, die uns morgens an den Strand gebracht hatten, dann knapp eine Stunde Straße bis Puerto del Rosario.
Im Hospital General ging es schnell: CT, MRT, EKG, Blutwerte, eine Nacht Dauerüberwachung. Die Diagnose: eine TIA, eine transitorische ischämische Attacke – eine vorübergehende Durchblutungsstörung im Gehirn, die als Warnsignal gilt. Die Rechnung lag bei etwa 4.000 Euro und wurde vollständig von Marcus’ Versicherung übernommen.

Die Versorgung im Krankenhaus auf Fuerteventura war top
Marcus’ Fazit am nächsten Morgen, noch mit Kanüle im Arm: „Die sind alle so freundlich und gut gelaunt hier, da macht es fast Spaß, krank zu sein.” Das sagt ungefähr alles über das Personal.
Zwei Tage später sind wir nach Lanzarote weitergefahren und haben dort in einer privaten Praxis Herz und Halsschlagader per Ultraschall nachuntersuchen lassen. Alles in Ordnung. Marcus hat keine Nachwirkungen, nimmt aber weiterhin vorbeugend Medikamente. Wir reisen weiter, nur mit einer Tablettendose mehr im Schrank.
Was wir daraus mitnehmen und dir weitergeben wollen: Die medizinische Versorgung auf den Kanaren ist auf dem Niveau, das du aus Deutschland kennst, auch auf den kleineren Inseln. Es gibt keinen Grund, aus gesundheitlicher Vorsicht nicht zu fahren. Es gibt aber jeden Grund, die Versicherungsfrage vor der Abfahrt zu klären.
Medizinische Versorgung auf den Kanaren
- Notruf: 112, auch auf Englisch
- Krankenhäuser: Jede der sieben Inseln hat mindestens ein öffentliches Hospital. Auf Fuerteventura: Hospital General in Puerto del Rosario
- Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC): Gilt in öffentlichen Einrichtungen für notwendige Behandlungen. Rückseite der deutschen Versichertenkarte.
- Auslandskrankenversicherung: Für längere Aufenthalte dringend empfohlen. Prüfe, ob deine Police bei mehr als 6 oder 8 Wochen am Stück noch gilt – viele Standardverträge decken nur kürzere Reisen ab.
- Unsere Kosten: Rund 4.000 Euro für eine Nacht mit CT, MRT, EKG und Überwachung, von der Versicherung übernommen
- Medikamente: Deutsche Rezepte werden in der Regel nicht akzeptiert. Dauermedikation für den gesamten Zeitraum mitnehmen oder vor Ort neu verschreiben lassen.
Was kostet ein Winter mit dem Wohnmobil auf den Kanaren?
Für 157 Tage haben wir 8.375 Euro ausgegeben, also 53 Euro pro Tag oder rund 1.600 Euro im Monat für zwei Personen. Davon entfielen 3.347 Euro auf Fähren, das sind 40 Prozent. Ohne Fähren lagen wir bei 32 Euro pro Tag. Je länger der Aufenthalt, desto günstiger wird der einzelne Tag.
Unsere Ausgaben im Überblick
| Posten | Betrag | Anteil |
|---|---|---|
| Lebensmittel und Restaurants | 3.142 € | 38 % |
| Fähre Cádiz–Teneriffa und zurück | 2.434 € | 29 % |
| Fähren zwischen den Inseln (8 Überfahrten) | 913 € | 11 % |
| Diesel | 582 € | 7 % |
| Ferienhaus La Palma (9 Nächte) | 400 € | 5 % |
| Sonstiges (Internet, Wäsche, Haushalt) | 391 € | 5 % |
| Eintritte und Touren | 300 € | 4 % |
| Campingplätze, Wasser, Rest | 213 € | 3 % |
| Gesamt (157 Tage) | 8.375 € | 100 % |
Ohne Flug nach Deutschland im Januar, ohne Arztkosten (von der Versicherung übernommen), ohne Fahrt durch Spanien zum Hafen.
Lebensmittel und Restaurants machen mit 20 Euro am Tag den größten Posten aus, größer als die Festlandfähre. Und der Diesel: 582 Euro in fünf Monaten, knapp 4 Euro am Tag. Auf Inseln fährt man nicht weit, man fährt nur oft hoch und runter.
Für 300 Euro haben wir uns drei Dinge gegönnt, die wir nicht selbst organisieren konnten: Walbeobachtung vor La Gomera, eine geführte Vulkantour auf La Palma und eine Bodega auf Lanzarote.

Die Waltour war jeden Cent wert
Alles andere war kostenlos: die Berge, die Küsten, die Felsbecken. Letztere allerdings nur zum Anschauen.
Zwei Lesarten dieser Tabelle. Die erste: 40 Prozent fürs Schwimmen auf dem Wasser, das ist viel. Die zweite: Die Festlandfähre verteilt auf 157 Tage macht 15,50 Euro am Tag. Das ist weniger, als ein durchschnittlicher Campingplatz an der Algarve im Winter kostet. Und dort stehst du nicht auf 1.000 Metern bei Tejeda.
Wer nur drei Wochen hat, rechnet anders: Dann kostet die Fähre 116 Euro pro Tag, bevor du den ersten Liter Diesel getankt hast. Dann fliegst du besser und mietest vor Ort.
Fragen und Antworten: Mit dem Wohnmobil auf die Kanaren
Wie lange dauert die Fähre von Cádiz nach Teneriffa mit dem Wohnmobil?
Rund 33 Stunden mit Naviera Armas oder Baleària. Nach Lanzarote sind es etwa 28 Stunden, nach Gran Canaria mit Zwischenstopps bis zu 39.
Was kostet die Fähre auf die Kanaren mit Wohnmobil und Kabine?
Wir haben im Winter 2025/26 bei Naviera Armas 1.219 Euro für die Hinfahrt und 1.215 Euro für die Rückfahrt bezahlt, jeweils für Wohnmobil, zwei Personen und Kabine.
Darf man auf den Kanaren mit dem Wohnmobil frei stehen?
Campen ist verboten, Parken erlaubt. Wer auf den Rädern steht, ohne Keile, Markise, Stühle und ohne etwas abzulassen, parkt. Wir haben so 134 Nächte verbracht, ohne Probleme. Eine neue Verordnung ab September 2026 bestätigt diese Unterscheidung.

So kann man immer noch stehen auf den Kanaren
Gibt es Campingplätze auf Fuerteventura?
Nein, keinen einzigen. Ver- und Entsorgung gibt es an Tankstellen in Morro Jable und Corralejo sowie an einer Station in El Cotillo.
Wo kann man auf den Kanaren Wasser auffüllen und entsorgen?
Meist an Tankstellen, oft nur an zwei bis vier Stellen pro Insel. Ausnahme La Palma mit drei kostenlosen Stellplätzen inklusive Station. Frischwasser kostet in der Regel 1 Euro pro 100 Liter.
Welche Kanaren-Insel ist am besten zum Überwintern mit dem Wohnmobil?
Fuerteventura und der Süden Teneriffas sind am trockensten und einfachsten. Gran Canaria bietet die größte Abwechslung zwischen Küste und Bergland. Für Ruhe: El Hierro.
Wie lange darf man mit dem Wohnmobil auf den Kanaren bleiben?
Als EU-Bürger beliebig lange, aber nach sechs Monaten müsste das Fahrzeug in Spanien angemeldet und verzollt werden. Wir sind mit 157 Tagen bewusst darunter geblieben.
Wie ist das Wetter auf den Kanaren im Januar?
Tagsüber 18 bis 22 Grad an der Küste, nachts um 15. Dazu regelmäßig Wind, einige Sturmtage und gelegentlich Regen, vor allem im Norden und auf den Westinseln. Zum Wandern ideal, zum Baden in Felsbecken oft zu rau.
Braucht man eine Kabine auf der Kanaren-Fähre?
Ja. Bei 33 Stunden und Atlantikwellen ist die Kabine kein Luxus. Bei Naviera Armas ist die Verpflegung im Kabinenpreis enthalten.
Lohnt sich die Kanaren-Reise mit dem eigenen Wohnmobil oder besser mieten?
Ab etwa zwei Monaten lohnt sich das eigene Fahrzeug, weil sich die Fährkosten auf viele Tage verteilen. Bei drei bis vier Wochen ist Fliegen und Mieten günstiger und einfacher.
Unser Fazit
Fünf Monate, sieben Inseln, 134 Nächte frei gestanden, null Bäder in Felsbecken, ein Krankenhausaufenthalt, ein Bergland, das uns umgehauen hat: Die Kanaren lohnen sich mit dem eigenen Wohnmobil, wenn du Zeit mitbringst und bereit bist, den Berg hochzufahren, wenn unten alle stehen.
Warst du schon mit dem Wohnmobil auf den Kanaren, oder überlegst du noch? Schreib uns in die Kommentare, welche Insel dich reizt oder was dich zögern lässt. Wir antworten auf alles – und die gesamte Reise gibt es als Playlist auf unserem YouTube-Kanal, inklusive der Kostenabrechnung auf den Cent.


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