Ich hal­te mich nicht für jeman­den, der über­mä­ßig viel Beau­ty­zeug besitzt, aber wenn ich mal so zusam­men­tra­ge, was ich für Kör­per­pfle­ge und Beau­ty so rum­ste­hen habe kommt doch eini­ges zusam­men:

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Dabei ist die Samm­lung noch nicht mal voll­stän­dig…

Das fängt schon bei der Bat­te­rie von Sham­poos, Spü­lun­gen und Haar­ku­ren an. Wenn frau an den vie­len Regal­me­tern Haar­pfle­ge­zeug im Dro­ge­rie­markt vor­bei­geht, wird ihr erst bewusst, wie vie­le ver­schie­de­ne Haar­pro­ble­me es zu bekämp­fen gibt: in mei­nem Fall brau­che ich (theo­re­tisch) Pro­duk­te für colo­rier­tes Haar, für fei­nes Haar, für stra­pa­zier­tes Haar, für fet­ti­gen Ansatz und tro­cke­ne Spit­zen und wenn ich wei­ter schaue für jede Men­ge mehr. Immer­hin gelingt es mir, mich auf zwei Pfle­ge­li­ni­en zu beschrän­ken, aber da steht schon ne Men­ge Zeug rum.

Klar ist, dass das nicht alles auf Welt­rei­se mit­kommt. Mit Sham­poos schleppt man auch immer eine Men­ge Was­ser rum, unnö­ti­ges Gewicht und unnö­ti­ges Volu­men im Gepäck. Die Lösung für mich ist ein fes­tes Sham­poo, soge­nann­te Sham­po­o­bars, wie eine Sei­fe, aber spe­zi­ell fürs Haar. Sowas gibt’s bei Lush oder über ver­schie­de­ne Inter­net­händ­ler. Wenn ich unter­wegs fest­stel­le, dass mein Haar zusätz­li­che Pfle­ge benö­tigt, wer­de ich mir noch Spü­lung oder Haar­kur kau­fen.

Aus den glei­chen Grün­den wird Dusch­gel und Gesichts­rei­ni­gung gegen ein mil­des Sei­fen­stück aus­ge­tauscht.

Sty­ling­flu­id und Fön blei­ben zu Hau­se. Die Fri­sur sitzt dann eben so wie sie sitzt.

Beim Make-Up wird kräf­tig redu­ziert, auch wenn das nicht sooo viel Platz weg­nimmt. Aber Kajal und Mas­ca­ra müs­sen mit, das ist mein Min­dest­stan­dard. Dem­zu­fol­ge muss auch Abschmin­klo­tion für die Augen mit.

Für die Gesichts­pfle­ge sam­meln sich in mei­nem Bade­zim­mer­schrank zwei Augen­cremes (für mor­gens und abends), Serum, Tagescreme, Nacht­creme und Pfle­ge­ku­ren. Das wer­de ich auf eine Pfle­ge­creme redu­zie­ren, even­tu­ell kommt noch eine Augen­creme mit. Und eine Son­nen­creme fürs Gesicht.

Bei der Zahn­pfle­ge lässt sich natür­lich nichts redu­zie­ren (außer statt elek­tri­scher Zahn­bürs­te eine Hand­zahn­bürs­te). Das ist aber auch nicht so viel Zeug.

Für die Nagel­pfle­ge kommt ein klei­nes Rei­se­etui mit Sche­re, Fei­le und Pin­zet­te in die Tasche. Auf Nagel­lack (den ich eh nur im Som­mer benut­ze) kann ich ein Jahr ver­zich­ten.

So sieht das abge­speck­te Pfle­ge- und Beau­ty­sor­ti­ment aus:

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Das passt alles bequem in mein klei­nes Rei­se­ne­ces­saire:

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Eine wei­te­re Fra­ge, die mich in die­sem Zusam­men­hang lan­ge beschäf­tigt hat, war: was mache ich mit mei­nen Haa­ren? Ich fär­be seit vie­len Jah­ren. Nach drei Wochen fängt der Schei­tel an, eine gewis­se „Pati­na“ zu zei­gen, die nach vier Wochen mit einer neu­en Colo­ra­ti­on bekämpft wird. Wie groß mein Grau­an­teil im Haar tat­säch­lich ist, kann ich nicht ein­schät­zen.

Nun befürch­te ich, dass es in Län­dern, in denen die meis­ten Frau­en tief­schwar­ze Haa­re haben schwie­rig wer­den wird, mei­nen Dun­kel­blond­ton nach­fär­ben zu las­sen. Ich möch­te auch nicht mit zwölf Packun­gen Colo­ra­ti­on im Gepäck los­zie­hen.

Also wäre doch die­ses Jahr fern­ab der Zivi­li­sa­ti­on DIE Gele­gen­heit, aus­zu­tes­ten wie grau ich wirk­lich bin und wie mir mei­ne Natur­haa­re ste­hen. Macht es mich alt oder inter­es­sant? Füh­le ich mich wohl damit oder kom­me ich mir unschein­bar vor? Graue Pan­the­rin oder graue Ese­lin?

Neben der Far­be stellt sich die Fra­ge nach der prak­tischs­ten Rei­se­fri­sur. Lang genug, um die Haa­re zusam­men­bin­den zu kön­nen? Oder einen pfle­ge­leich­ten Kurz­haar­schnitt?

Im Moment befin­det sich mei­ne Fri­sur genau zwi­schen die­sen bei­den Mög­lich­kei­ten, halb­lang, zu kurz für Pfer­de­schwanz, aber lang genug, um bei Wind ner­vig im Gesicht rum­zu­flat­tern. Dafür aber ohne Wind sehr schön.

Zunächst sprach die Akti­on „grau­en Ansatz raus wach­sen las­sen” für einen radi­ka­len Kurz­haar­schnitt. Dann wäre ich wenigs­tens schnell damit durch, zwei­far­big gescheckt rum zulau­fen.

Dann las ich, dass geschick­te Fri­seu­re durch aus­ge­klü­gel­te Strähn­chen­tech­nik den nach­wach­sen­den Ansatz kaschie­ren kön­nen. Also auf zum Fri­seur mei­nes Ver­trau­ens, eine Mil­li­on hauch­fei­ne Strähn­chen und vier Stun­den spä­ter hat­te ich einen sil­ber­blon­den Schopf mit leich­tem Grau­schim­mer. Den nach­wach­sen­den Ansatz wür­de ich nicht bemer­ken, wur­de mir ver­si­chert. Kann ich mir kaum vor­stel­len.…

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Also blei­ben die Haa­re erst mal auf mei­ner gelieb­ten halb­lan­gen Län­ge. Damit ent­fällt auch die Not­wen­dig­keit, im boli­via­ni­schen Hoch­land einen Fri­seur zu fin­den, der mir den Kurz­haar­schnitt exakt nach­schnei­det.

Wer weiß, wozu ich mich unter­wegs ent­schlie­ße: doch abschnei­den oder lang wach­sen las­sen? Wir wer­den sehen.…