Gegenüber von Buenos Aires am anderen Ufer des Rio de la Plata liegt Uruguay. Als Europäer stellt man sich vielleicht vor, dass man da rüberwinken könne. Dem ist aber nicht so, denn der Rio de la Plata ist so breit, dass das gegenüberliegende Ufer nicht zu sehen ist.

Karte von der Mündung des Rio de la Plata.

Karte vom Río de la Plata. Wo „Ud. está aquí“ steht, liegt Colonia

Eine gute Stunde braucht die Fähre von Buenos Aires aus bis Colonia del Sacramento. Nach Montevideo wären es drei Stunden, das ist uns für einen Tagesausflug zu viel, auch wenn uns die uruguayische Hauptstadt sehr interessieren würde.

Wir erwischen einen Tag mit Sonnenschein und blauem Himmel. Die Überfahrt ist nicht besonders spektakulär. Das Schiff, ein riesiger Katamaran, hat kein Außendeck und die schmutzigen Scheiben bieten nicht viel Aussicht.

Reise-Ringel auf dem Klapptisch im Katamaran nach Uruguay.

Reise-Ringel auf großer Fahrt

Vom Fährhafen in Colonia geht es zu Fuß ins historische Zentrum. Der Weg führt am Río de la Plata entlang, bis wir schließlich vor der alten Stadtmauer stehen und durch ein Tor den Bereich des Casco histórico betreten.

Hohe Palmen vor der Stadtmauer.

Stadtmauer, Palmen und blauer Himmel

Kleine Kolonialhäuschen säumen Gassen mit grobem (wirklich grobem!) Kopfsteinpflaster.

Sehr unregelmäßiges Steinpflaster mit Gras dazwischen.

Grob. Sach ich doch!

Die zentrale Plaza Mayor ist grün und mit vielen Bäumen bestanden. Lautes Vogelgekreische von Hunderten kleiner grüner Papageien hallt durch die Luft.

Grüner Platz mit Palmen, von niedrigen Häusern umrahmt.

Plaza Mayor

Gelb-grüne Papageien sitzen auf den Ästen.

Die kleinen Krachmacher

Eine Attraktion ist der alte Leuchtturm, der über eine enge Stiege erklommen werden kann. Nichts für Menschen mit Platzangst!

Weißer Leuchtturm vor blauem Himmel.

Leuchtturm von 1857

Immerhin gibt es jetzt in der Nebensaison keine langen Schlangen vor der Tür. Von oben haben wir einen tollen Blick über den Ort und den Fluss.

Es gibt eine schöne Uferpromenade entlang des Río de la Plata. Ganz entfernt am Horizont kann man die Hochhäuser von Buenos Aires erahnen.

Uferstraße mit Steingeländer, ein rot-weißer Oldtimer parkt davor.

Uferpromenade und Oldtimer – beides typisch für Colonia

Einen Besuch der acht Museen, für die man zusammen eine Eintrittskarte kaufen kann, schenken wir uns. Die Museen schließen um 16 Uhr 30 und da wir erst gegen Mittag angekommen sind, lohnt sich das nicht.

Was uns auffällt: die Autos halten für Fußgänger! Freiwillig! (Das tun sie in Argentinien nur im Notfall, aber erst wenige Millimeter vor deiner Kniescheibe.)

Dass Nebensaison ist, merken wir auch, als um 17 bis 18 Uhr die kleinen Läden und auch viele Restaurants schließen. Da unser Schiff erst um halb zehn zurück fährt, müssen wir wirklich suchen, um ein Restaurant zu finden. Glücklicherweise liegt es direkt am Ufer, so dass wir den spektakulären Sonnenuntergang erleben.

Silhouette einer Straßenlaterne vorm Sonnenuntergangs-Himmel.

Hach…

Auch von Uruguay gibt es ein kleines Video:

Viva Colonia! Ein Tag in Colonia del Sacramento, Uruguay
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