Für uns war die Trek­king­tour zum Inle See trotz mei­nes unglück­li­chen Stur­zes eines der schöns­ten Erleb­nis­se in Myan­mar. Der Ein­blick ins länd­li­che Leben war super inter­es­sant. Außer­dem genos­sen wir es sehr, mal in der Natur zu sein. Ohne Lärm, Abga­se und Müll über­all.

Es gibt eine Drei-Tage- und eine Zwei-Tage-Vari­an­te. Wir waren zwei Tage unter­wegs. Bei der drei­tä­gi­gen Tour geht man am ers­ten Tag durch die Ber­ge rund um Kalaw.

Wir haben die Tour bei A1 Trek­king gebucht und waren sehr zufrie­den. Die maxi­ma­le Grup­pen­grö­ße liegt bei sechs Teil­neh­mern. Unter­wegs haben wir ande­re, deut­lich grö­ße­re Grup­pen getrof­fen. Die Gui­des spra­chen gut Eng­lisch und haben viel erklärt. Auch die Infor­ma­tio­nen im Vor­feld der Tour waren umfas­send und hilf­reich.

Einen Tag vor­her zu buchen war völ­lig aus­rei­chend, auch in der Haupt­sai­son. Wir haben umge­rech­net 43 $ pro Per­son gezahlt, wären wir nur zu zweit gewe­sen, wäre es etwas teu­rer gewe­sen. Dar­in war neben Unter­kunft und Ver­pfle­gung der Trans­port des Gepäcks nach Nyaung Shwe und das Boot über den Inle See ent­hal­ten.

Wie ihr in unse­rem Bericht über die Trek­king­tour sehen könnt, waren die Unter­brin­gung und die sani­tä­ren Ver­hält­nis­se unter­wegs sehr ein­fach. Dar­über soll­te man sich klar sein. Wer ein geka­chel­tes Bad und eine war­me Dusche ver­langt, für den ist die Tour nicht das Rich­ti­ge.Die Kilo­me­ter­an­ga­ben, die von der Agen­tur gemacht wur­den bezwei­feln wir aller­dings. Wir waren am ers­ten Tag mit Sicher­heit kei­ne 22 Kilo­me­ter unter­wegs, wir schät­zen die Stre­cke eher auf 16 Kilo­me­ter. Am zwei­ten Tag waren es eher etwas mehr als die ange­ge­be­nen neun Kilo­me­ter. Die Gesamt­stre­cke wür­den wir auf unge­fähr 30 Kilo­me­ter schät­zen. In Kalaw star­tet man auf etwa 1300 Meter Höhe. Am ers­ten Tag geht es ein wenig auf und ab, die Über­nach­tung liegt auf etwa 1200 Meter. Am zwei­ten Tag geht es hoch auf 1400 Meter, ehe der Abstieg zum Inle See, der auf etwas mehr als 900 Metern liegt, begon­nen wird.

Der Weg ist mit mitt­le­rer Kon­di­ti­on gut mach­bar. Wir hat­ten Pech, dass es durch den vor­an­ge­gan­ge­nen Regen stre­cken­wei­se sehr mat­schig und rut­schig war. Bei Regen wür­de ich die Tour nicht emp­feh­len, in der Regen­zeit wird sie auch nicht durch­ge­führt. Wenn ihr Zwei­fel habt, ob ihr kon­di­tio­nell mit­hal­ten könnt, bucht die Tour als Pri­vat­tour. So kön­nen die Gui­des auf eurer Geh­tem­po Rück­sicht neh­men. Wir haben eini­ge Grup­pen gese­hen, die uns in stram­mem Tem­po über­holt haben. Da war ich sehr froh, dass unse­re Grup­pe gemüt­li­cher ging.

Mit­neh­men soll­tet ihr Son­nen- und Mücken­schutz, war­me Sachen für abends und mor­gens, ein Hand­tuch, wenn ihr die bir­ma­ni­sche Dusche tes­ten wollt und einen Liter Was­ser. Unter­wegs besteht mehr­mals die Mög­lich­keit, Was­ser zu kau­fen. Wenn ihr mit A1 Trek­king geht, braucht ihr kei­ne Snacks mit­zu­neh­men. Die Ver­pfle­gung ist reich­lich und super­le­cker.Ein leich­tes Sei­den-Inlet oder einen Hüt­ten­schlaf­sack ist eine gute Sache, denn es gibt kei­ne Laken, man schläft also auf und unter Decken, die schon eini­ge ande­re Leu­te benutzt haben. Drin­gend emp­feh­len wür­de ich, ein klei­nes Ers­te-Hil­fe-Set mit­zu­neh­men. Die Gui­des hat­ten nichts der­glei­chen und nach mei­nem Sturz war ich froh, Des­in­fek­ti­ons­mit­tel und Pflas­ter dabei zu haben. (G)