Hin­kom­men 

Von Phnom Penh aus fah­ren regel­mä­ßig Bus­se nach Bat­tam­bang und Poi­pet (an der thai­län­di­schen Gren­ze), die in Kam­pong Chhnang hal­ten. Die Fahr­zeit beträgt ein bis zwei Stun­den. Von Bat­tam­bang aus fah­ren eben­so häu­fig Bus­se, die etwa vier Stun­den benö­ti­gen. Ach­tung: Pass beim Ticket­kauf auf, dass du nicht Tickets nach Kam­pong Cham erhältst, dass sich ähn­lich anhört und ein von Tou­ris­ten öfter nach­ge­frag­tes Ziel ist!

Da nicht vie­le Tou­ris­ten nach Kam­pong Chhnang fah­ren, scha­det es nichts, den Fah­rer noch mal dar­auf hin­zu­wei­sen, dass du dort aus­stei­gen möch­test. Es gibt kei­nen Bus­bahn­hof, der Bus hält an der Haupt­stra­ße gegen­über der Tank­stel­le.

Hier hält der Bus in Kam­pong Chhnang

Unter­kunft 

Wir waren sehr zufrie­den mit dem Gar­den Guest­house. Um einen schö­nen Gar­ten, der lie­be­voll deko­riert ist, grup­pie­ren sich die ein­fa­chen Zim­mer. Die Zim­mer haben Kli­ma­an­la­ge und eige­nes Bad, aller­dings kein war­mes Was­ser.

Bunt gestal­te­te Zim­mer

Im Gar­ten gibt es schö­ne Sitz­ge­le­gen­hei­ten und Hän­ge­mat­ten zum Ent­span­nen. Das Per­so­nal ist sehr freund­lich. Für drei Dol­lar gibt es lecke­res und reich­li­ches Früh­stück.

Lebens­weis­hei­ten zie­ren den Gar­ten

Essen 

Schräg gegen­über von Gar­den Guest­house fin­dest du das ein­zi­ge Restau­rant, das Ein­hei­mi­sche Tou­ris­ten emp­feh­len. Wir haben aber auch in eini­gen der klei­nen Gar­kü­chen gut und sehr güns­tig geges­sen. Denk nur dar­an, recht­zei­tig essen zu gehen. Da Kam­pong Chhnang kein tou­ris­ti­scher Ort ist, schlie­ßen die Gar­kü­chen spä­tes­tens um 20 Uhr.

Aus­flü­ge 

Die Haupt­at­trak­ti­on sind die schwim­men­den Dör­fer am Ton­le Sap River. Du erreichst sie mit dem Tuk­tuk, der Fah­rer war­tet, um dich wie­der zurück zu brin­gen. Meist bie­tet er eine gan­ze Tour an, um nach­her noch die Töp­fe­rei­en zu besu­chen. Wir haben unse­ren Fah­rer direkt bei unse­rer Ankunft gebucht. Sprich ein paar Sät­ze mit dem Fah­rer dei­ner Wahl, bevor du dich fest­legst. So kannst du beur­tei­len, ob er gut genug Eng­lisch spricht, um dir auf einer Tour alles erklä­ren zu kön­nen.

Am Fischer­ha­fen kannst du zum einen eine Tour mit einem recht gro­ßen Motor­boot buchen. Damit fährst du aber nicht in die klei­nen Kanä­le der Dör­fer, son­dern nur außen vor­bei. Des­halb emp­feh­len wir eine Tour mit einem klei­nen Ruder­boot.

Eine Boots­fahrt, die ist lus­tig…

In die­se Boo­te pas­sen zwei Pas­sa­gie­re. Sie haben einen klei­nen Motor, um schnell zu den schwim­men­den Dör­fern zu gelan­gen. Dort ange­kom­men, wird der Motor aus­ge­stellt und durch die Kanä­le geru­dert. Erwar­te kein Tou­ris­ten-Heck­meck wie Men­schen in bun­ter Tracht oder irgend­wel­che Vor­füh­run­gen. Dafür siehst du, wie die Bewoh­ner die­ser schwim­men­den Dör­fer ihren All­tag leben. Ob sie nun Wäsche waschen, in der Hän­ge­mat­te schau­keln, Fischer­net­ze ord­nen oder ihrem Kind das Schwim­men bei­brin­gen.

Fischer bei der Arbeit

Manch­mal kamen wir uns ein wenig voy­eu­ris­tisch vor, wie wir vor­bei fuh­ren und in ihre Behau­sun­gen guck­ten. Ande­rer­seits ist der Tou­ris­mus eine Ein­nah­me­quel­le für die Men­schen, die dort leben.

Wir waren ins­ge­samt zwei Stun­den mit dem Boot unter­wegs und haben 16 Dol­lar für zwei Per­so­nen gezahlt.

Hüb­sche Töp­fer­ar­bei­ten

Eine wei­te­re Attrak­ti­on sind die Töp­fe­rei­en der Gegend. Von Kunst­hand­werk zur Pro­duk­ti­on von All­tags­ge­gen­stän­den kannst du ver­schie­de­ne Werk­stät­ten besich­ti­gen. Es wur­de kei­ner­lei Kauf­druck auf uns aus­ge­übt, aber natür­lich freu­en sich die Fami­li­en, wenn du eine Klei­nig­keit kaufst. (G)