Uns ste­hen zwei Wochen Spa­nisch­un­ter­richt bevor. Kurz vor dem ers­ten Schul­tag beschleicht mich ein dif­fu­ses Gefühl: Wie wird es wer­den, was sind da für Leu­te, schaff ich das?

Außer­dem fällt mir der Umgang mit neu­en Leu­ten nicht so leicht.

Mon­tag mor­gen heißt es früh (halb acht ??) auf­ste­hen, früh­stü­cken, Schreib­zeug ein­pa­cken und um vier­tel vor neun los­ge­hen.

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Punkt neun klin­geln wir an der Schul­tür und uns begrüßt der stets gut gelaun­te Ben. Im Auf­ent­halts­raum tum­meln sich schon etli­che Mit­schü­ler, die meis­ten wesent­lich jün­ger als wir. Wir wer­den ein­zeln zur Che­fin Bren­da geru­fen, die uns anhand eines vor­her online absol­vier­ten Ein­stu­fungs­tests und des heu­ti­gen Gesprächs in die Klas­sen ver­teilt. Mein Klas­sen­raum wird „Ushua­ia” sein, die Leh­re­rin heißt Agus­ti­na.

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Wir sind sechs Schü­ler aus sechs ver­schie­de­nen Län­dern. Der Unter­richt geht von 9:30 Uhr bis 13:30 Uhr. Die Stim­mung ist gut, aber ich mer­ke schnell, dass der Unter­richt hier deut­lich anspruchs­vol­ler ist als an unse­rer VHS und die Argen­ti­ni­er nicht nur das Spa­ni­sche anders aus­spre­chen, auch die Gram­ma­tik und vie­le Wör­ter sind anders.

Nach dem Unter­richt wer­den Ver­an­stal­tun­gen wie gemein­sa­me Kino- und Thea­ter­be­su­che, Tan­goaben­de und eini­ges mehr ange­bo­ten, wes­halb die Schu­le ein idea­ler Start zum Ken­nen­ler­nen der Stadt ist.

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Diens­tag haben wir eine Ver­tre­tungs­leh­re­rin, Mer­ce­des, aller­dings habe ich mit ihr noch mehr Ver­stän­di­gungs-Schwie­rig­kei­ten als mit Agus­ti­na. Da Mer­ce­des die gan­ze Woche unse­re Ver­tre­tung sein wird, fra­ge ich Mitt­woch Nach­mit­tag im Sekre­ta­ri­at nach, ob ich in eine ande­re Klas­se wech­seln kann. Lei­der ist dies nicht mög­lich und ich blei­be in der Klas­se mit der Aus­sicht, dass es Mon­tag eine ande­re Leh­re­rin gibt.

Lei­der klappt das auch nicht wie erhofft und  nach wei­te­rem Bit­ten beim Sekre­ta­ri­at bekom­me ich die letz­ten drei Tage Ein­zel­un­ter­richt bei Bren­da, das sind zwar nur zwei Stun­den täg­lich, die­se sind für mich aber deut­lich effek­ti­ver.

Trotz des etwas holp­ri­gen Starts hat die Schu­le Spaß gemacht und ich habe viel gelernt. (M)