Corona-Panik versus unbändige Lust zu reisen

Zwischen „Wir haben Lust zu reisen“ und „Wir haben Angst zu reisen“ liegt ein Spannungsbogen, der bei den einen weiter, bei anderen enger ist. Bei manchen schlägt das Barometer eher zum Pol Reiselust aus, bei anderen überwiegt die Angst. Können wir zu Zeiten des Coronavirus sicher reisen?

Wir persönlich taumeln zwischen den beiden Polen hin und her. Natürlich haben wir Lust zu reisen, wir sind als Reiseblogger schließlich unserem liebsten Hobby sehr zugeneigt. Aber wir haben auch Bedenken, uns unnötigen und unkalkulierbaren Risiken auszusetzen.

Zeichnung des Corona-Virus.

Ein kleines Virus hält die Welt in Atem

Mit diesem Artikel loten wir aus, was zur Zeit in Bezug aufs Reisen möglich ist und wie wir sicher reisen können. Wir geben dir Tipps, was du bedenken musst und wo du dich informieren kannst.

Wohin können wir reisen?

Sah es zunächst so aus, als sei Urlaub dieses Jahr nur innerhalb von Deutschland möglich, so haben inzwischen viele Länder wieder ihre Grenzen geöffnet.

Die weltweite Reisewarnung gilt immer noch, allerdings sind die EU-Länder und die EU-assoziierten Staaten mittlerweile davon ausgenommen. Das heißt, prinzipiell kannst du in jedes europäische Land reisen. Das kann sich auch kurzfristig wieder ändern.

Gasse mit bunten Häusern in Parma.

Nach Italien darfst du im Moment problemlos reisen.

Wie die aktuelle Reisewarnung bezüglich des Corona-Virus aussieht, kannst du auf den Seiten des Auswärtigen Amtes nachsehen.

Eine Reisewarnung ist kein Reiseverbot. Wer unbedingt beispielsweise in die Türkei reisen möchte, kann das trotz Reisewarnung tun. Du solltest dir allerdings der Risiken bewusst sein. Möglicherweise kommt die Auslandskrankenversicherung nicht für die Behandlungskosten auf, wenn du auf deiner Reise an COVID19 erkrankst.

Für viele Länder ist allerdings gar keine Reise möglich, denn es gibt Einreiseverbote. Die meisten Flugverbindungen in diese Gebiete wurden daher eingestellt. Ob es Einschränkungen im Flugverkehr gibt, kannst du auf den Seiten der IATA nachlesen.

Auf der Seite des CRM (Centrum für Reisemedizin) gibt es einen Einreise-Checker, wo du Infos aus verschiedenen Quellen für das entsprechende Reiseland nachschauen kannst.

Links zu Reisewarnungen und Infektionsgeschehen

  • aktuelle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes wegen Covid19
  • Corona-Einreise-Checker des CRM (Centrum für Reisemedizin)
  • Übersicht über Flugreise-Beschränkungen bei der IATA
  • Übersicht über das Corona-Infektionsgeschehen in Europa
  • Übersicht des Robert-Koch-Instituts über die Corona-Infektionen in Deutschland

Situation im Reiseland

Bei der Auswahl des Reiselands spielen die Regeln und Maßnahmen, die dort gelten eine Rolle.

Unter welchen Bedingungen darf ich einreisen? Welche Hygieneregeln werden beachtet? Wo müssen wir Masken tragen? Müssen wir ein Formular zur Selbstauskunft ausfüllen?

Diese Regeln können sich kurzfristig ändern. So wird mal die Maskenpflicht in bestimmten Bereichen wieder aufgehoben, mal wird sie wieder eingeführt. Damit du immer up-to-date bist, solltest du die Maßnahmen in deinem Reiseland im Auge behalten und auf jeden Fall kurz vor Antritt der Reise noch mal checken.

Mit diesen Infos kannst du dir überlegen, inwieweit die Regeln im Urlaubsland deinem persönlichen Sicherheitsbedürfnis entsprechen.

Die Regeln für die europäischen Länder im Überblick findest du auf der Seite Reopen Europa von der EU. Dort gibt es auch weiterführende Links zu den Info-Seiten der einzelnen Länder.

Da es in anderen Ländern genau wie in Deutschland je nach Bundesland/Provinz/Region unterschiedliche Regeln gibt, ist es nicht ganz einfach, sich einen Überblick zu verschaffen.

Eine weitere Frage, die du dir stellen solltest ist die nach der Qualität der medizinischen Versorgung im Reiseland. Das Coronavirus ist überall noch vorhanden, auch wenn die Infektionszahlen zurück gegangen sind. Ein – wenn auch geringes – Risiko der Ansteckung besteht. Natürlich kannst du dich zu Hause in Deutschland genauso infizieren. Überlege dir, ob du im Fall der Fälle der medizinischen Versorgung im Urlaubsland vertraust. Nach meinen Erfahrungen in Italien, als ich dort krank im Urlaub war, bin ich recht kritisch geworden.

Krankenhausflur.

Ein Krankenhaus möchte man auf Reisen nicht unbedingt von innen sehen

Einschränkungen am Urlaubsort

Durch die Coronavirus-Schutzmaßnahmen kommt es an allen Orten zu Einschränkungen. So gibt es Beschränkungen in der Anzahl der Besucher, die geschlossene Räume aufsuchen dürfen. Das betrifft nicht nur Restaurants sondern auch Freizeitmöglichkeiten wie Schwimmbäder und Museen.

Kleine Museen haben manchmal wegen der Auflagen, die sie nicht erfüllen können, gar nicht geöffnet. Bei beliebten Touristenattraktionen bilden sich lange Warteschlangen oder man muss Tickets über das Internet vorbestellen.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Angaben auf der Homepage des Museums oder anderer Einrichtungen nicht immer aktuell waren. Öffnungszeiten und Auflagen können sich je nach Entwicklung der Infektionszahlen kurzfristig ändern.

Sei dir im Klaren, dass du vermutlich deinen Urlaub in Corona-Zeiten nicht so gestalten kannst wie du es bisher gewohnt bist. Wenn du dich schon vorher darauf einstellst, vermeidest du Enttäuschungen.

Links zu Regeln in europäischen Ländern

Reisen in Risikogebiete

Es steht jedem frei, auch in Länder zu reisen, die derzeit noch als Risikogebiete gekennzeichnet sind.

Dabei musst du dir im Klaren sein, dass du bei deiner Rückkehr verpflichtet bist, dich zwei Wochen in Quarantäne zu begeben. Auch wenn das kaum kontrolliert werden kann, solltest du dir deiner Verantwortung bewusst sein. Mittlerweile gibt es an vielen Flughäfen die Möglichkeit oder die Pflicht, sich bei der Rückkehr kostenlos auf eine Corona-Infektion testen zu lassen. Fällt der Test negativ aus, brauchst du keine weitere Quarantäne einzuhalten.

Solltest du im Land erkranken, wird deine Auslandskrankenversicherung vermutlich die Behandlungskosten nicht tragen. Du kannst im Falle einer COVID19-Erkrankung während oder nach dem Aufenthalt in einem Risikogebiet keine Krankheitstage beim Arbeitgeber geltend machen, sondern musst die Fehltage entsprechend ausgleichen. Das Gleiche gilt für den Fall, dass du in Quarantäne musst, weil du aus einem Risikogebiet zurückkehrst.

Wie reise ich an mein Urlaubsziel?

Flugzeug, Bahn, Fernbus, Auto – es gibt viele Wege in den heiß ersehnten Urlaub.

Einige Ziele sind wegen der Entfernung nur mit dem Flugzeug zu erreichen. Die Fluggesellschaften, denen das Wasser bis zum Hals steht, werben mit ihrem sicheren Lüftungssystem. Ob das wirklich so sicher ist, ist unter Experten mindestens umstritten.

Sicher ist jedenfalls, dass die Flugzeuge, wo immer es geht vollgepackt werden bis zum letzten Sitz. Abstand lässt sich definitiv nicht einhalten. Auch mit funktionierendem Lüftungssystem (das übrigens erst beim Flug funktioniert, nicht in der Warteposition) wirst du die Aerosole der Personen in deiner Reihe und auch der davor und dahinter einatmen.

Die Maskenpflicht bietet nur einen relativen Schutz. Vor allem, wenn man beobachtet, dass viele Menschen ihre Masken gerne als Krümelsammler unterm Kinn tragen, würde ich mich da nicht drauf verlassen.

Dazu kommt die Situation beim Ein- und Aussteigen, in der fröhliches Gedränge herrscht.

Neben dem Infektionsrisiko besteht bei Flugreisen immer noch die Gefahr, dass der gebuchte Flug kurzfristig verschoben oder gecancelt wird. Nicht nur, dass das die Urlaubsfreude massiv dämpfen kann. Dazu kommt noch der Ärger, dem Geld hinterherzulaufen, denn die Airlines sind bekanntlich sehr zögerlich, was die Rückerstattung betrifft. Wir warten seit Monaten auf die Erstattung für unsere stornierten Flüge nach Sizilien.

All das ist für uns Grund genug, auf Flugreisen weiterhin zu verzichten.

Ähnlich ist die Situation in Bahn und Bus. Auch hier wird kein Sitzabstand garantiert, die Lüftung ist zweifelhaft und vermutlich finden sich Mitreisende, die die Maskenpflicht – wenn überhaupt – höchst lässig umsetzen.

Selbst auf der Fähre nach Baltrum fanden wir es sehr eng. Wenigstens konnten wir uns in der frischen Luft auf Deck aufhalten, aber unter Deck in den Salons saßen die Leute wie die Sardinen in der Dose.

Viele Menschen auf dem Schiffsdeck.

Drangvolle Enge auf der Fähre nach Baltrum

Bleibt letztendlich das eigene Fahrzeug, wenn wir sicher reisen wollen. Auch wenn das unseren Radius einschränkt, wird das dieses Jahr unser Verkehrsmittel der Wahl sein. Dafür sind wir vor Ort umso flexibler.

Links zur Reisesicherheit

  • Interview mit Dieter Scholz, Professor für Flugzeugentwurf, Flugmechanik und Flugzeugsysteme
  • Artikel aus Welt zur Sicherheit in Zügen und Flugzeugen

Welche Reiseversicherungen solltest du haben?

Eine Reiserücktrittsversicherung ist umso sinnvoller, je teurer eine gebuchte Reise ist. Allerdings sind meist Ereignisse wie eine Pandemie ausgeschlossen. Wenn du deine Reise nicht antreten kannst – entweder weil du selbst an COVID19 erkrankt bist oder weil ein Coronavirus-Ausbruch am Reiseziel stattfindet – bleibst du auf deinen Kosten sitzen.

Eine Auslands-Krankenversicherung sollte jeder Reisende abschließen. Sie ist auch sinnvoll, wenn du nur im europäischen Ausland unterwegs bist. Möglicherweise werden im Ausland Leistungen erbracht, die die heimische Krankenkasse nicht erstattet. Oder es gibt am Urlaubsort nur privatärztliche Versorgung. Die Auslands-Krankenversicherung muss nicht leisten, wenn du in einem Corona-Risikogebiet reist. Dann kann man dir Fahrlässigkeit und Mitschuld vorwerfen.

Welche Unterkunft wählen?

Hotel, Ferienwohnung, Camping? Für alle Arten der Unterkunft gelten besondere Corona-Hygienemaßnahmen. Ob und wie diese umgesetzt werden, liegt in der Hand der Betreiber. Auch hier können sich die Vorschriften kurzfristig ändern.

In Hotelzimmern gibt es oft einen eingeschränkten Service. Die Zimmerreinigung erfolgt zum Beispiel nur, wenn der Gast nicht anwesend ist. Bei Kurzaufenthalten wird das Zimmer manchmal erst nach der Abreise gereinigt.

Tablett mit abgepackten Speisen.

Corona-Frühstück im Hotel

Für das Frühstück und andere Mahlzeiten im Hotel müssen die üblichen Regeln (Abstand halten, Maske tragen beim Weg zum Tisch, Händedesinfektion) eingehalten werden. Es ist von Hotel zu Hotel verschieden, wie die Hygieneregeln eingehalten werden. So gibt es meist kein Buffet und viel abgepackte Speisen, um die Hygiene zu gewährleisten. Manchmal ist nicht für alle Platz im Restaurant, dann wird für die, die keinen Platz mehr bekommen, ein Frühstückspaket zusammen gestellt. Oder es gibt Frühstück in mehreren Schichten. In einem Fall hörten wir, dass die Tische und Stühle so angeordnet waren, dass alle Gäste in eine Richtung guckten. Eine merkwürdige Atmosphäre.

Auf Campingplätzen hast du in der Regel sowieso genug Abstand zu anderen Reisenden. Auch die Mahlzeiten sind kein Problem, wenn du dich selbst versorgst.

Das Nadelöhr entsteht unter Umständen im Sanitärbereich. In wie weit es Einschränkungen gibt, weil beispielsweise nur ein Teil der Sanitäranlagen zur Verfügung steht, erfragst du am besten vorher. Das kann von Campingplatz zu Campingplatz verschieden sein.

Es ist auch eine gute Idee, den Platz vorher zu buchen, da es zu eingeschränkten Kapazitäten durch die Coronavirus-Maßnahmen kommen kann.

Für uns ist die Unterkunft der Wahl die Ferienwohnung. Hier sind wir autark, müssen uns nicht Bereiche wie Duschen oder Frühstücksräume mit anderen Personen teilen und können uns selbst verpflegen.

Verpflegung auf der Reise

Restaurant oder Selbstversorger? Oder eine gute Mischung aus beidem?

Die Restaurants sind nach der Corona-Zwangspause froh über jeden Gast. Da wir das gastronomische Angebot zu schätzen wissen, unterstützen wir die Gaststätten und Cafés auch gerne mit unserem Besuch.

Allerdings sind unsere Erfahrungen, dass sehr oft die Abstands- und Maskenpflicht nicht ordentlich eingehalten wird. In fast jedem Lokal, dass wir hier in Deutschland besucht haben, lief mindestens eine Servicekraft mit Maske unter der Nase rum. Einmal riss sich der Kellner die Maske vom Gesicht, um uns ungehindert an seinem Redefluss teilhaben zu lassen – und an seinem Atemfluss. Bei unserem Kurzurlaub in den Belgischen Ardennen haben wir das Personal wesentlich disziplinierter erlebt. Das mag natürlich Zufall sein.

Unsere Konsequenz daraus ist, dass wir Restaurants und Cafés nur im Außenbereich besuchen. Ein weiterer Punkt, der für eine Ferienwohnung spricht, denn dort können wir uns selbst versorgen. Schließlich ist in unseren Breiten das Wetter nicht immer für einen Terrassenaufenthalt geeignet. Wenn du in einem Hotel untergebracht bist, bist du in der Regel auf Restaurants angewiesen.

Café-Tisch mit Torte und Kaffee.

Bei Kaffee und Kuchen sind wir dabei

Als Selbstversorger musst du einkaufen gehen. Da inzwischen alle Geschäfte wieder geöffnet haben, dürfte das kein Problem darstellen. Ob in Supermärkten und Läden im Urlaubsland Maskenpflicht herrscht, solltest du vor deiner Reise in Erfahrung bringen. Dann kannst du entscheiden, ob du dich gegebenenfalls in einem Land ohne Maskenpflicht wohl und sicher fühlst.

Gesundheit zu Corona-Zeiten

Gerade auf Reisen möchtest du nicht krank werden. Und schon gar nicht an COVID19 erkranken.

Wie du dich gegen eine Corona-Infektion schützen kannst, sollte inzwischen hinlänglich bekannt sein: Das Wichtigste ist der Abstand zu anderen Personen.

An zweiter Stelle der Maßnahmen steht die Maske, die Mund UND Nase bedecken muss. Die Maske schützt nicht dich, sondern in erster Linie Personen, die sich in deiner Nähe aufhalten.

Gina und Marcus mit Stoffmasken.

Wir bekennen uns zum Maske-Tragen

Häufiges Händewaschen schadet auch nicht. Es ist nicht unbedingt notwendig, die Hände zu desinfizieren. Gründliches Waschen entfernt mögliche Coronaviren zuverlässig. Übrigens: Seit wir uns alle gründlich und regelmäßig die Hände waschen, sind auch alle andere Viruserkrankungen zurückgegangen. Selbst das gefürchtete Norovirus blieb dieses Jahr aus.

Wenn du besonders gefährdet bist und/oder dich zum Beispiel im Flugzeug oder in der Bahn schützen willst, kannst du eine sogenannte FFP2- oder FFP3-Maske tragen. Die haben einen Filter, der dich vor Viren in der Luft schützt. Der Nachteil ist, dass diese Masken das Atmen erschweren. Wichtig: Die Schutzwirkung ist nur da, wenn die Maske rundum fest anliegt und keine Luft an den Seiten hereinkommt. Kauf dir eine solche Maske nur in der Apotheke, auch wenn sie dort etwas teurer ist. Bei Masken, die von irgendwelchen Händlern im Internet angeboten werden, kannst du dir nicht sicher sein, ob sie wirklich den richtigen Filter enthalten.

Wenn du ins Ausland reist, checke deine Auslandsreisekrankenversicherung, ob sie auch im Fall einer COVID19-Erkrankung leistet. Bei Reisen in Corona-Risikogebiete ist eine Erstattung oft ausgeschlossen.

Falls du im Urlaubsland an COVID19 erkrankst, sei dir im Klaren, dass du nicht zurückreisen kannst. Du wirst im Reiseland behandelt werden. Daher überlege, ob du dem Gesundheitssystem des Landes genug vertraust.

Es kann dir auch passieren, dass du im Urlaub in eine Quarantäne-Situation gerätst, zum Beispiel wenn du Kontakt mit positiv Getesteten hattest. In diesem Fall kannst du nicht vorzeitig oder möglicherweise auch nicht wie geplant zurückreisen.

Ebenso kann es bei einem Ansteigen der Corona-Infektionen zu einem Lockdown am Urlaubsort kommen. Meist wird das ein paar Tage vorher angekündigt, so dass du eventuell rechtzeitig abreisen kannst. Behalte daher immer die Situation vor Ort im Auge und informiere dich.

Wie wir Urlaub trotz Coronavirus planen

Unsere Konsequenzen aus der derzeitigen Situation für unsere Reiseplanung sehen so aus:

Kurzfristige Planung

Die Lage ändert sich täglich. Was heute eine sichere Region ist, kann morgen schon zum Corona-Hotspot werden. Daher planen wir unsere Reise gerne kurzfristig, wie unseren Kurzurlaub in Ostfriesland. Dafür nehmen wir in Kauf, dass es vielleicht nicht mehr die ganz große Auswahl an Unterkünften gibt. Oder wir örtlich flexibel sein müssen. Wir haben dennoch auch in der Hauptreisezeit anderthalb Wochen vor Start noch etwas Passendes gefunden.

Flexible Buchung

Wenn wir länger im Voraus planen, achten wir auf die Stornierungsbedingungen. Die Unterkunft sollte möglichst bis kurz vor der Anreise noch kostenlos oder für wenig Geld stornierbar sein. So können wir auf eine geänderte Situation vor Ort immer noch reagieren.

Anreise im eigenen Auto

So schützen wir uns nicht nur vor möglichen Infektionen im vollbesetzten Flieger oder Zug, sondern sind auch unabhängig in der Fortbewegung vor Ort. Und es stört uns nicht, wenn die Unterkunft, die wir erst kurz vor der Reise gebucht haben, etwas außerhalb liegt.

Sollte sich die Situation vor Ort ändern, ein Lockdown drohen oder einer von uns sich krank fühlen, können wir uns ins Auto schwingen und schnell nach Hause fahren.

Reiseziele, die nicht allzu weit entfernt liegen

Durch den Verzicht auf Flugreisen kommen weiter entfernte Reiseziele eh nicht in Betracht. Also beschränken wir uns dieses Jahr auf Urlaub in schönen Regionen Deutschlands oder in den Nachbarländern.

Unterkunft Ferienwohnung

Wie oben schon erwähnt, sind wir in einer Ferienwohnung unabhängig von einem eventuell fragwürdigen Hygienekonzept eines Hotelbetreibers oder vom mehr oder weniger verantwortungsvollen Verhalten der anderen Gäste.

Wir sind nicht darauf angewiesen, in Restaurants zu essen. Bei schönem Wetter werden wir sicherlich Gastronomie im Außenbereich aufsuchen. Da aber der mitteleuropäische Sommer nicht mit zuverlässig schönem Wetter gesegnet ist, können wir bei Bedarf in der Ferienwohnung selber kochen.

Aktivitäten im Urlaub

Bei Aktivitäten werden wir uns aufs Freie konzentrieren. Wandern gehört sowieso zu den Dingen, die wir gerne unternehmen. Eine Besichtigung von kleinen, nicht überlaufenen Orten finden wir ebenfalls reizvoll.

Marcus auf einem Holzsteg im Wald.

Wandern ist eine unserer liebsten Urlaubsaktivitäten – nicht nur zu Corona-Zeiten

Meiden werden wir alles, wo wir mit Menschenmengen konfrontiert werden. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass in kleineren Museen oft nichts los. Dagegen tummeln sich die Touristen bei den großen Attraktionen, wie zum Beispiel die Seehundstation in Norddeich. Da machen wir nicht nur wegen der langen Warteschlange einen großen Bogen drum.

Auf feucht-fröhliche Feiern zu verzichten, fällt es uns nicht schwer, da wir eh nicht so die Party-Geier sind.

Plan B: Urlaub daheim

Sollte sich das Infektionsgeschehen wieder verschärfen und die Zahlen in eine Höhe steigen, bei der wir uns unwohl fühlen, bleiben wir zu Hause. Keine bis geringe Stornierungskosten für die Unterkunft machen uns die Entscheidung leicht.

Auch zu Hause können wir uns erholen. Das haben wir im Mai schon ausprobiert, als eigentlich unser Sizilien-Urlaub geplant war. Wir haben schöne Wanderungen am Niederrhein unternommen und einen Städtetrip nach Xanten.

Wie planst du deinen Urlaub in diesem Coronavirus-Jahr? Fährst oder fliegst du weg? Hast du dir eine Strategie überlegt, wie du deine Reise sicher gestalten kannst? Schreib uns das gerne in die Kommentare!