In Battambang kommen wir am späten Nachmittag an. Im Vorfeld haben wir für diese Stadt schon einige Dinge geplant: wir wollen auf jeden Fall einen Kochkurs machen und eine Kajaktour steht auf unserem Programm. Aber der Reihe nach. Wir sind auch noch heute Nachmittag im Hotel verabredet, und zwar mit Sandra und Christian von See you on the flipside.

Vier strahlende Reiseblogger

Für uns ist es eine neue, spannende Erfahrung, jemanden zu treffen, die wir über den Blog kennengelernt haben. Es wird ein sehr kurzweiliger Abend, den wir zu sechst zusammen auf der nahegelegenen Rooftop-Bar verbringen.

Am nächsten Tag am frühen Nachmittag werden wir vom Tuktuk zu unserem Kochkurs abgeholt. Der Kurs findet in einem kleinen Restaurant statt. Aber zuerst geht es auf den Markt, um unter fachkundiger Anleitung die richtigen Zutaten fürs Menü einzukaufen. Wir kaufen Gemüse, Früchte und Gewürze. Das Fleisch wurde schon morgens besorgt. Das lange Rumliegen in der Sonne tut weder dem Fleisch noch unseren Mägen gut. Fasziniert schauen wir der Herstellung von Kokosraspeln und der Gewinnung von Kokosmilch zu. Anschließend transportieren wir alle Zutaten zurück zum Restaurant.

Herstellung von Kokosmilch

Dann gehts auch sofort an die Arbeit. Kochschürzen und Kochmützen verleihen uns ein würdiges Aussehen.

Sieht doch gut aus, oder

Die Mütze trag ich ab jetzt öfter

So wird Amok gemacht

Jeder von uns ist an der Bereitung des Vier-Gänge Menüs beteiligt. Dies besteht aus Frühlingsrollen, Lok-Lak, Amok und eine Nachspeise aus Banane, Tapiok und Kokosmilch. Das sind alles typische Khmer-Gerichte. Lok-Lak besteht aus marinierten, gebratenen Rindfleischstückchen und einer Pfeffersoße. Es wird mit Spiegelei und Reis serviert. Amok ist ein Fischcurry im Bananenblatt. Mich beeindruckt besonders die Herstellung der Gefäße aus Bananenblättern, in die das Amok gefüllt wird. Die runden Blätter werden eingeschnitten und gefaltet, dann mit kleinen Holzspießchen zusammengehalten. Wunderschön! Das Auge isst mit.

Das fertige Menu

Dann heißt es endlich Essen fassen. Wir lassen uns das Menü schmecken und haben noch einen schönen Abend.

Am nächsten Tag ist die Kanutour geplant. Die beiden Zweier-Kajaks haben wir für die Halbtages-Tour bei Green Orange Kajaks gebucht. Wir werden morgens vom Tuktuk am Hotel abgeholt. Die Fahrt geht acht Kilometer nach Süden. Beim Ksach Poy’s Green Orange Cafe steigen wir aus und werden von drei jungen Männern empfangen. Unter viel Geächze schleppen die Drei die beiden Doppelkajaks zum Ufer und dort eine steile Treppe hinunter. Als das erste Boot auf dem Wasser liegt, lässt der Mitarbeiter am Ufer die Leine los und das Kajak schwimmt langsam führerlos in Richtung Flussmitte. Hektik, das Boot wieder an Land zu bekommen, kommt keine auf. Stattdessen wird darüber laut gelacht. Als das zweite Boot dann endlich bereit ist, springt einer von den Dreien ins Boot und holt ruckzuck das erste Boot wieder ans Ufer.

Gerade wurde das erste Boot wieder eingefangen

Bald darauf sitzen Victoria und Gina in einem Boot und Elke und ich im anderen. Die viel zu großen Schwimmwesten werden nach kurzer Zeit als Rückenlehne benutzt, der Fluss hat ja nur wenig Strömung. Ungefähr drei Stunden soll die Fahrt dauern, dann soll nach der vierten Brücke auf der linken Seite jemand von Green Orange Kajaks auf uns warten.  Wir sind wieder mal die einzigen Touristen, die auf dem Fluss sind. Ein paar Fischer, einige Badende (mit Seifenschaum im Haar) und plantschende Kinder sind die Wenigen, die wir sehen. Aus den hoch am Uferhang liegenden Häusern tönt oft ein „Helloooo“ und dann sehen wir fröhlich winkende Kinder. Ach, ist das schön!

Brücke über dem Fluss

Team 1 voll motiviert

Team 2 voll gechillt

Häuser am Fluss

Aus einem nahegelegenen Kloster ertönen Gebete über Lautsprecher und dazu passende Musik. Wir lassen uns ein wenig treiben, es ist bequem im Boot. Nach drei Stunden erreichen wir die Brücken. Eins, zwei, drei, kurz hinter der vierten Brücke winkt jemand wie versprochen am Ausstieg. Wir sind übrigens in der Stadt angelandet und zu Fuß sind es nur 15 Minuten zum Hotel. Perfekt. Nach der doch etwas anstrengenden Tour haben wir uns das Abendessen und einen Drink verdient.

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