Wieviel Beauty auf Reise?

Ich halte mich nicht für jemanden, der übermäßig viel Beautyzeug besitzt, aber wenn ich mal so zusammentrage, was ich für Körperpflege und Beauty so rumstehen habe kommt doch einiges zusammen:

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Dabei ist die Sammlung noch nicht mal vollständig… 😉

Das fängt schon bei der Batterie von Shampoos, Spülungen und Haarkuren an. Wenn frau an den vielen Regalmetern Haarpflegezeug im Drogeriemarkt vorbeigeht, wird ihr erst bewusst, wie viele verschiedene Haarprobleme es zu bekämpfen gibt: in meinem Fall brauche ich (theoretisch) Produkte für coloriertes Haar, für feines Haar, für strapaziertes Haar, für fettigen Ansatz und trockene Spitzen und wenn ich weiter schaue für jede Menge mehr. Immerhin gelingt es mir, mich auf zwei Pflegelinien zu beschränken, aber da steht schon ne Menge Zeug rum.

Klar ist, dass das nicht alles auf Weltreise mitkommt. Mit Shampoos schleppt man auch immer eine Menge Wasser rum, unnötiges Gewicht und unnötiges Volumen im Gepäck. Die Lösung für mich ist ein festes Shampoo, sogenannte Shampoobars, wie eine Seife, aber speziell fürs Haar. Sowas gibt’s bei Lush oder über verschiedene Internethändler. Wenn ich unterwegs feststelle, dass mein Haar zusätzliche Pflege benötigt, werde ich mir noch Spülung oder Haarkur kaufen.

Aus den gleichen Gründen wird Duschgel und Gesichtsreinigung gegen ein mildes Seifenstück ausgetauscht.

Stylingfluid und Fön bleiben zu Hause. Die Frisur sitzt dann eben so wie sie sitzt.

Beim Make-Up wird kräftig reduziert, auch wenn das nicht sooo viel Platz wegnimmt. Aber Kajal und Mascara müssen mit, das ist mein Mindeststandard. Demzufolge muss auch Abschminklotion für die Augen mit.

Für die Gesichtspflege sammeln sich in meinem Badezimmerschrank zwei Augencremes (für morgens und abends), Serum, Tagescreme, Nachtcreme und Pflegekuren. Das werde ich auf eine Pflegecreme reduzieren, eventuell kommt noch eine Augencreme mit. Und eine Sonnencreme fürs Gesicht.

Bei der Zahnpflege lässt sich natürlich nichts reduzieren (außer statt elektrischer Zahnbürste eine Handzahnbürste). Das ist aber auch nicht so viel Zeug.

Für die Nagelpflege kommt ein kleines Reiseetui mit Schere, Feile und Pinzette in die Tasche. Auf Nagellack (den ich eh nur im Sommer benutze) kann ich ein Jahr verzichten.

So sieht das abgespeckte Pflege- und Beautysortiment aus:

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Das passt alles bequem in mein kleines Reisenecessaire:

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Eine weitere Frage, die mich in diesem Zusammenhang lange beschäftigt hat, war: was mache ich mit meinen Haaren? Ich färbe seit vielen Jahren. Nach drei Wochen fängt der Scheitel an, eine gewisse „Patina“ zu zeigen, die nach vier Wochen mit einer neuen Coloration bekämpft wird. Wie groß mein Grauanteil im Haar tatsächlich ist, kann ich nicht einschätzen.

Nun befürchte ich, dass es in Ländern, in denen die meisten Frauen tiefschwarze Haare haben schwierig werden wird, meinen Dunkelblondton nachfärben zu lassen. Ich möchte auch nicht mit zwölf Packungen Coloration im Gepäck losziehen.

Also wäre doch dieses Jahr fernab der Zivilisation DIE Gelegenheit, auszutesten wie grau ich wirklich bin und wie mir meine Naturhaare stehen. Macht es mich alt oder interessant? Fühle ich mich wohl damit oder komme ich mir unscheinbar vor? Graue Pantherin oder graue Eselin?

Neben der Farbe stellt sich die Frage nach der praktischsten Reisefrisur. Lang genug, um die Haare zusammenbinden zu können? Oder einen pflegeleichten Kurzhaarschnitt?

Im Moment befindet sich meine Frisur genau zwischen diesen beiden Möglichkeiten, halblang, zu kurz für Pferdeschwanz, aber lang genug, um bei Wind nervig im Gesicht rumzuflattern. Dafür aber ohne Wind sehr schön 🙂

Zunächst sprach die Aktion „grauen Ansatz raus wachsen lassen“ für einen radikalen Kurzhaarschnitt. Dann wäre ich wenigstens schnell damit durch, zweifarbig gescheckt rum zulaufen.

Dann las ich, dass geschickte Friseure durch ausgeklügelte Strähnchentechnik den nachwachsenden Ansatz kaschieren können. Also auf zum Friseur meines Vertrauens, eine Million hauchfeine Strähnchen und vier Stunden später hatte ich einen silberblonden Schopf mit leichtem Grauschimmer. Den nachwachsenden Ansatz würde ich nicht bemerken, wurde mir versichert. Kann ich mir kaum vorstellen….

 

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Also bleiben die Haare erst mal auf meiner geliebten halblangen Länge. Damit entfällt auch die Notwendigkeit, im bolivianischen Hochland einen Friseur zu finden, der mir den Kurzhaarschnitt exakt nachschneidet.

Wer weiß, wozu ich mich unterwegs entschließe: doch abschneiden oder lang wachsen lassen? Wir werden sehen…. (G)

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