Unsere Tipps für 4000 Islands 

Ganz im Süden von Laos verbreitert sich der Mekong auf 14 Kilometer Breite und fließt gemächlich zwischen Tausenden von Inseln und Inselchen hindurch, bevor er sich über den größten Wasserfall Asiens hinab stürzt. Hier bist du richtig, wenn du einfach mal ein paar Tage nichts tun möchtest. In der Hängematte schaukeln und dem Mekong beim Vorbeifließen zugucken ist sehr entspannend.

Tipps 4000 islands Mekong
Mekong und ein paar Inselchen

Wir haben ein paar Tipps für deinen Aufenthalt auf den 4000 Islands zusammengestellt.

Hinkommen 

Die größte Insel ist Don Khong, die inzwischen viel von Reisegruppen angesteuert wird. Kleiner und näher an den Wasserfällen sind die beiden Inseln Don Det und Don Khon. Beide Inseln erreichst du mit dem Boot ab dem Ort Nakasang. Du kannst sowohl  von Kambodscha aus als auch von vielen Orten in Laos ein Ticket zu den 4000 Islands buchen. Erkundige dich bei der Buchung, ob der Transfer mit dem Boot mit eingeschlossen ist. Die Bootsführer versuchen gerne, noch mal drei Dollar pro Person für die Überfahrt zu berechnen. 

Don Det und Don Khon sind über die französische Brücke, eine ehemalige Eisenbahnbrücke, miteinander verbunden.

Tipps 4000 islands
Nahverkehrsmittel auf dem Mekong

Die Boote fahren Ban Houa Det im Norden von Don Det an. Im Reiseführer steht, dass die Boote von Nakasang auch im Süden in Ban Hang Det und auf Wunsch in der Mitte an der französischen Verladerampe halten. Nach unserer Erfahrung waren die Bootsführer dazu aber nicht bereit, alle mussten in Houa Det aussteigen.

In der Regel musst du zu deiner Unterkunft laufen. Es gibt vereinzelt samlors (Motoradtaxis mit Beiwagen), die unverschämte Preise fordern. Für weniger als einen Kilometer Fahrt wollte einer sechs Dollar haben!

Samlors warten auf Kundschaft

In Don Khon liegen die Boote in Ban Khon an, wo sich auch die meisten Unterkünfte befinden.

Für die Abreise organisierst du das Ticket in der Regel über dein Guesthouse. Darin ist die Abholung vom Guesthouse mit dem Boot eingeschlossen.

Unterkunft 

Die Inseln sind gut mit Guesthouses und kleinen Hotels bestückt. In Ban Houa Det im Norden ist der Hauptort der Insel mit vielen Guesthouses, Restaurants, Bars, Reiseagenturen und entsprechend Rummel. Wenn du es lieber ruhig magst, orientiere dich Richtung Süden. Am östlichen Uferpfad entlang gibt es immer wieder Guesthouses und Restaurants. Uns hat es im Süden an der französischen Brücke am besten gefallen.

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Unter der französischen Brücke

Auch an der Westseite von Don Det gibt es eine Reihe Unterkünfte. Dort hat man einen tollen Blick auf den Sonnenuntergang. Allerdings heizen sich die Zimmer in der Nachmittagssonne unter Umständen ganz schön auf.

In Don Khon liegen die Guesthouses alle im Ort Ban Khon an der französischen Brücke. Hier soll es etwas teurer als in Don Det sein.

Wir hatten die erste Nacht über booking vorgebucht, da wir erst spät ankamen. Danach haben wir uns ein anderes Zimmer gesucht und dabei die Erfahrung gemacht, dass die Preise viel günstiger waren als bei Buchung über ein Portal. Die Unterkunft, die wir für sechs Euro pro Nacht bekamen, wurde bei booking für 20 Euro angeboten!

Was bekommt man für diesen Preis? Zugegeben einfache Räume, meist Holzbungalows mit Bett, Moskitonetz und Ventilator. Im Bad tropfte es überall aus undichten Leitungen, ein paar Nägel in der Wand dienten zum Aufhängen von Handtüchern. Reinigungsservice gab es nicht, aber wir konnten auf Anfrage frische Handtücher bekommen. Dazu eine Terrasse mit Hängematten und Mekongblick.

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Einfaches Zimmer im Guesthouse

Natürlich gibt es auch genug Unterkünfte mit höherem Standard und besserer Ausstattung – bis hin zum Hotel-Pool.

Unternehmen 

Wenn du genug entspannt hast, gibt es diverse Aktivitäten.

Mit einem Fahrrad oder Motorroller lässt sich bequem die Insel erkunden. Wenn du die französische Brücke von Don Det nach Don Khon überquerst, steht da meist jemand, der dir ein Eintrittsticket für 35.000 Kip verkaufen will. Das brauchst du nur, wenn du zum großen Mekongfall Somphamit willst! Ansonsten sagst du, dass du nicht zum Wasserfall willst und ignorierst den Verkäufer.

Beim Somphamit Fall wird das Ticket kontrolliert, du kannst auch hier noch eins erwerben. Die Fälle sind beeindruckend und überhaupt nicht überlaufen. Du kannst eine ganze Weile am Rand der Fälle entlang spazieren und das Schauspiel genießen. Am unteren Ende ist eine Bar, wo du in Hängematten einen Drink nehmen kannst.

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Somphamit Falls – die größten Wasserfälle Asiens

Auf der anderen Seite von Don Khon sind die kleineren Khon Pa Soi Fälle. Wir waren selber nicht dort, haben aber gehört, dass man dort in kleinen Becken sehr schön baden kann.

Kurz hinter der französischen Brücke auf Don Khon ist eine rostige Dampflokomotive ausgestellt. Tafeln informieren darüber, wie die Franzosen Schiffe und Waren über die Eisenbahn an den Mekongfällen vorbei transportiert haben. Überreste der Schienen findest du überall als Geländer oder Brücken-Unterbau auf den Inseln.

Weitere Aktivitäten sind Kajak fahren und Tubing. Natürlich kannst du auch im Mekong baden. Achte dabei und beim Tubing auf die Strömung, die stärker ist, als es auf den ersten Blick aussieht! Auf keinen Fall solltest du unterhalb der französischen Brücke ins Wasser gehen.

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Kajaktour auf dem Mekong

Es werden auch Touren zu den Irrawaddy-Delfinen, die unterhalb der Fälle leben, angeboten. Dort findest du nur eine kleine Population. Wenn du vorher oder nachher nach Kambodscha reist, empfehlen wir dir eher Kratie zum Delfine gucken.

Sonstiges 

Es gibt keine Geldautomaten auf den beiden Inseln. In Nakasang gibt es zwei Automaten, von denen allerdings nur einer (der rote) funktionierte. Nimm also ausreichend Bargeld mit und bedenke, dass du vielleicht länger bleiben möchtest als geplant.

Dollar oder Euro kannst du überall auf den Inseln umtauschen.

Vorsicht wenn du auf der Speisekarte von Restaurants den Zusatz „Happy“ oder „Special“ siehst. In diesen Speisen und Getränken sind Cannabis oder andere Rauschmittel enthalten. Drogenkonsum ist in Laos strafbar. (G)


2 Kommentare

  1. Hallo ihr zwei,
    war nett euch kennengelernt zu haben.
    Toller Blog, den ihr da habt.
    Euch noch viel Freude für den Rest eurer Reise und nehmt soviel Kraft und Ruhe mit zurück, wie möglich. Bin seit zwei Wochen wieder in der Arbeit, da kann man schnell wieder in die alten Verhaltensweisen zurückfallen.
    Viele liebe Grüße von Robert
    (hab mit meinem Kumpel Frank auf Don Det neben euch bei Mama Daeng gewohnt, bei der ihr immer frühstücken wart)

    1. Hallo Robert,

      schön von dir zu hören und vielen Dank für das Kompliment zu unserem Blog. Das freut uns sehr, dass er dir gefällt.
      Wir hoffen auch, etwas von der Gelassenheit der Reise in den Alltag mitnehmen zu können. Mal sehen, wie uns das gelingt.

      Liebe Grüße
      Gina und Marcus

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