Unser Reisegepäck

Nachdem ich eine vage Vorstellung von unserer geplanten Reise hatte, kam eine weitere Entscheidung auf mich zu:

Worin soll das Gepäck verstaut werden, Koffer oder Rucksack?

So sah unser Gepäck für unsere Grand-Canyon-Reise aus:

USA HP

Da war allerdings auch Paddel- und Campingausrüstung drin.

Die anderen Reisen habe ich mit dem Koffer unternommen, dazu gesellte sich ein Tagesrucksack. Da der Koffer nicht mehr der Beste ist, steht eine Neuanschaffung bevor.

Wir haben auf unserer Weltreise keine mehrtägigen Wanderungen geplant, daher kommt sowohl ein neuer Koffer als auch ein Rucksack in Frage. Wo liegen also die Vor- und Nachteile der beiden Varianten?

Pro Koffer:

  • einfaches Packen möglich
  • heutige Koffer haben vier Rollen und können auf ebenem Untergrund bequem gezogen werden

Kontra Koffer:

  • höheres Eigengewicht als der Rucksack
  • beim Koffer ziehen hat man nur eine Hand frei: ungünstig, wenn man am Busbahnhof oder Flughafen nach Dokumenten oder Geld kramt

Pro Rucksack:

  • moderne Rucksäcke sind komfortabel zu tragen, auf unebenem Boden (den wir auch erwarten) hat das Tragen Vorteile gegenüber dem Ziehen
  • man hat beide Hände frei
  • das Packen eines Kofferrucksacks (siehe unten) ist recht bequem
  • es gibt Rucksäcke auch mit Rollen

Kontra Rucksack:

  • Rucksäcke, die alles können sind teuer
  • Rucksäcke ohne Rollen muss man tragen

Für mich zeigt der Rucksack leichte Vorteile gegenüber dem Koffer, außerdem finde es irgendwie cooler, mit dem Rucksack unterwegs zu sein.

Somit habe ich meine Wahl getroffen:

Ich habe mir einen Kofferrucksack gekauft, der nicht von oben gestopft sondern ähnlich einem Koffer von der Front zu beladen ist. So hat man einen guten Überblick über den Inhalt und kommt gut an alles dran.

Rucksack 1 HP Kleiner Rucksack HP

Mit seinen 80 Liter Volumen sollte er für die Reise ausreichend sein. Hinten am Rucksack ist ein Tagesrucksack angezippt, so dass dieser für Tagestouren gefüllt allein auf den Rücken kommt und beim Weiterreisen auf dem großen Rucksack Platz findet.

Gina hat schon seit längerem einen Roll-Rucksack mit 80 Litern Volumen. Nachdem der Tragegurt praktisch hinter einer Abdeckung verstaut wird, kann man den Teleskop-Griff ausziehen und zieht den Rucksack dann wie einen normalen Koffer hinter sich her.

Rucksack001 Rucksack002

Weitere nützliche Gegenstände sind Pack-Its, das sind ganz dünne verschließbare Taschen für den Rucksack oder den Koffer, damit hat man mehr Ordnung im Gepäck. T-Shirts, Hemden, Unterhosen…, alles kommt in ein eigenes Pack-It. Schnelles ein- und auspacken, außerdem bietet es Schutz, falls der Schrank in der Unterkunft doch nicht so sauber ist wie erwartet.(M)

Pack-It HP

 

3 Kommentare

  1. Die Überlegungen kenne ich auch 🙂 Letztlich ist es Geschmacksache: Ich ziehe das Tragen dem Ziehen vor. Zum einen finde ich es bequemer und zu anderen ist der Boden nur selten derart eben, dass man mit Ziehen genauso schnell ist. Dazu kommt, dass Rollen, Griff und Versteifung den Rucksack schwerer machen. – Praktisch ist, dass meine Beste ähnliche Vorlieben hat. Und so laufen & tragen wir Seite an Seite durch die Welt 🙂

    Durchaus einen Versuch wert: Die fünf im Hauptfach des 80er Deuter vorhandenen eingebauten „Pack-It“ sind relativ klein, nicht immer so leicht zugänglich und im Netz verfängt sich meistens der falsche Gegenstand. Dafür sind sie aber garantiert immer am gleichen Platz im Rucksack 🙂 und reichen imho für Socken, Badehose u.a. unkritische Dinge. – Ich brauchte einige Zeit bis ich sie gezielt in mein „Packmanagement“ integriert habe.

    1. Lieber Bernard, das ist eine gute Idee, die Nebenfächer ins Packmanagement zu integrieren. Ich frag mich auch immer, was ich da rein tun soll und dann ist es mal dies und mal das und bis ich es wieder brauche, habe ich vergessen, wo ich es hingesteckt habe 😉
      Aber im Laufe des Jahres wird sich sicherlich finden, wie wir das am besten ordnen. Ich bin auch gespannt, ob wir als überzeugte Träger oder doch als Zieher wiederkehren 😉
      Wie groß sind denn eure Rucksäcke? Ich hab jetzt soviel über Leute, die mit kleinem Gepäck unterwegs sind, gelesen (der Trend geht ja zum Reisen nur mit Handgepäck!). Nun befürchte ich, dass unsere Rucksäcke ein wenig überdimsioniert sind…

  2. Beate hat einen Deuter Traveller 55+10 und ich den 70+10 oder den 80+10. Für einen Monat Kambodscha/Vietnam mit der guten touristischen Infrastruktur war es mehr als ausreichend.

    Ja, seufz, das Reisen entlang der Sehenswürdigkeiten hat sich in den Jahrzehnten geändert. Die Infrastruktur, vom Hotel über Wäscheservice bis zu den Touren, ist erheblich besser geworden (der extrem gestiegenden Dichte an Individualtourismus hat sich jedoch auch das Verhalten der Bewohner angepaßt). Bei mir zum Beispiel:

    Vor 30 Jahren hatte ich mehr Wäsche und Medikamente mit. Elektrogeräte blieben konsequent zu Hause. Ausnahme: eine einzelne Batterie für die SLR, ausreichend für über tausend Dias. Micropur, Wasserflasche, Isomatte… heute nicht mehr dabei. Der dicke Schlafsack ist einem leichten, kleinen Inlett ‚für schlimme Betten‘ gewichen. Wie früher mit Zelt, Kochgeschirr und Trockenfutter aus Deutschland durch menschenleere Gebiete? Heute wird bei Bedarf vor Ort Geräte und Personal für Kurzexpeditionen gemietet. Statt Wanderstiefel UND Badelatschen UND (normale) Halbschuhe reichen mir heute leichte Hiking- bzw. Freizeitschuhe zB von Meindl.
    Selbst das Handtuch ist leichter und mit geringerem Packmaß: heute aus Microfaser. Dazu gekommen sind Laptop, Smartphone, MP3-Player, GPS-Empfänger und andere Elektronik. Dafür brauche ich ein Ladegerät für die Fotokamera, eines für den Laptop und eines für das Smartphone. Ersatzbatterien, eine Mehrfachsteckdose und passende Adapter runden die Elektrifizierung ab. Und während früher das ‚South American Handbook‘ für einen ganzen Kontinent reichte (reichen mußte), holt man sich heute für jedes Land seinen LP und andere.

    Insgesamt ist das Volumen gesunken und das Gewicht von 12 auf 16 kg für einen Monat gestiegen. Das gilt nun erstmal nur für mich, auch wenn ich den Eindruck habe, dass ich damit voll im Trend liege. Entsprechend gespannt bin ich natürlich, welche Erfahrungen ihr auf eurer Reise macht.

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