Die Reiseroute: Wo geht´s denn bitte lang?

Eine der wichtigsten Fragen, die es zu entscheiden gibt, wenn man sich zu einer Weltreise entschlossen hat ist: „Wo soll es hingehen?“

Weltreise heißt für uns: Einmal rundherum. Natürlich wäre eine Langzeitreise auch anders möglich, Panamericana von Feuerland bis Alaska, Seidenstraße quer durch Asien oder unendlich viele andere Möglichkeiten. Wir jedenfalls wollen einmal den Globus umrunden.

Erste Frage: Linkseröm oder rächseröm? Also Richtung Westen oder Richtung Osten? Nächste Frage: Welche Kontinente sollen es sein? Alle? Nur ausgewählte?

Und innerhalb der Kontinente, welche Ziele wählen wir aus? Wie kommen wir von A nach B? Wieviel Zeit haben wir hier und da?

Wir sammelten erstmal unsere Wünsche und Vorstellungen. Dabei kam folgende bunte Mischung heraus:

  • Möglichst ein Jahr lang Flip-Flop-Wetter
  • Startzeitpunkt im Frühling, damit wir bei der Rückkehr hier in Deutschland ebenfalls Richtung Flip-Flop-Wetter gehen
  • Flugrichtung Westen, wegen der geringeren Jetlag-Beschwerden
  • Viel Natur-Erlebnisse, wir stehen auf Berge, Wüsten, Seen, wandern und paddeln gerne
  • Land und Leute erleben
  • Möglichst günstige Lebenshaltungskosten

Zu Ländern und Must-sees fiel uns dies hier ein:

  • Machu Picchu in Peru
  • Salar de Uyuni in Bolivien
  • Iguazú-Wasserfälle in Argentinien/Brasilien/Paraguay
  • Osterinsel (Chile)
  • Hawaii und/oder Südsee
  • Westküste USA
  • Kanada
  • Australien
  • Neuseeland
  • Myanmar
  • Angkor Wat in Kambodscha
  • Vietnam
  • Thailand
  • Laos

Erste Recherchen zu möglichen Reisezielen erweiterten die Liste der Länder noch um Sri Lanka, Indonesien, Malaysia und Japan. Auch weitere lateinamerikanische Länder reizten uns.

Wir sahen schnell ein, dass dies alles unmöglich in eine einjährige Reise zu packen war. Hetzen wollen wir nicht, auch keinen Tourismus von Sight zu Sight, bei dem wir wenig vom Land mitkriegen.

Nach dem Motto „Weniger ist mehr“ ging es nun ans Streichen. Im Internet fanden wir ein Tool, mit dem die klimatisch günstigen Reisezeiten für die verschiedenen Länder angezeigt und danach die Route geplant werden kann: http://weltreise-info.de/route/reisezeiten.html

Auch dabei stellten wir fest, dass es unmöglich war, überall zur besten Reisezeit zu sein. Also begnügten wir uns mit der zweitbesten Reisezeit. Hauptsache, wir kommen nicht in klimatisch katastrophale Zeiten wie Monsun-Dauerregen. Da die beste Reisezeit in der Regel auch die Hauptsaison ist, mit entsprechenden Preisen und Rummel, hat es auch Vorteile, die Nebensaison zu wählen.

Wir malten uns eine Jahresübersicht und bastelten Länder-Klebezettel, die wir hin und her schoben. Von den oben genannten Wünschen blieben folgende übrig:

  • Peru mit Machu Picchu
  • Bolivien mit Salar de Uyuni
  • Iguazú-Fälle in Argentinien
  • Osterinsel
  • Australien und Neuseeland (wenn wir schon einmal um den Globus fliegen, wollen wir auf jeden Fall die Ziele besuchen, die am weitesten von uns entfernt liegen!)
  • Myanmar

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Um diese herum bastelten wir unsere Route. Ob Richtung Westen oder Osten wurde egal, dauerhaftes Flip-Flop-Wetter als unrealistisch eingestuft und mit den Lebenshaltungskosten müssen wir einen Kompromiss eingehen, denn Neuseeland und Australien gehören definitiv nicht zu den günstigen Ländern.

USA und Kanada fielen schnell raus, zu teuer und auch von der klimatischen Reisezeit nicht zu realisieren. Dazu kam, dass die Kosten für eine Auslandskrankenversicherung um ein Vielfaches steigen, wenn die USA mitversichert werden sollen.

Leider schafften wir es auch nicht, die Südsee in unsere Route einzubauen. In unsere geplante Flugroute ließ sie sich nicht einbinden. Zum anderen wäre es ein weiteres teures Ziel gewesen, das unseren Lebenshaltungs-Schnitt nach oben getrieben hätte.

In Asien mussten wir einige Wunschziele streichen, zu viele Länder für zu wenig Zeit. Also fielen Malaysia, Indonesien und Sri Lanka weg, wir beschränkten uns auf den Kern Südostasiens mit Myanmar, Laos, Kambodscha und Vietnam.

Nachdem wir von zwei Online-Reisebüros Angebote für das Round-the-World-Flugticket eingeholt hatten, stellte sich die Route nun so dar:

Flugroute

Frankfurt – London – Buenos Aires (Argentinien)

Von hier in drei Monaten mit Bussen durch Argentinien, Bolivien, Peru und Chile

Santiago de Chile – Osterinsel

Osterinsel – Santiago de Chile – Brisbane (Australien)

Da wir im Süd-Winter in Australien ankommen, werden wir drei Monate lang den Norden Australiens erkunden. Da ist es immer heiß und im Winter ist keine Regenzeit.

Brisbane – Auckland (Neuseeland)

Zwei Monate in Neuseeland

Auckland – Hongkong – Bangkok (Thailand)

Von hier aus Flug nach Myanmar und zurück nach Chiang Mai, dann über Land durch Laos, Kambodscha und Vietnam

Hanoi (Vietnam) – Hongkong – Frankfurt

Kompromisse mussten wir letztendlich in der Rubrik „möglichst günstige Lebenshaltungskosten“ und „dauerhaftes Flip-Flop-Wetter“ eingehen.

Da wir nun ein Mix aus teuren (Australien, Neuseeland), mittelteuren (Argentinien, Chile) und günstigen Ländern (Peru, Bolivien, Südostasien) haben, werden sich die Kosten auf einem verträglichen Niveau einpendeln. Hoffen wir zumindest 😉 Außerdem fahren wir ja nicht mit dem primären Ziel des Sparens auf Weltreise.

Für dauerhaftes Flip-Flop-Wetter hätten wir entlang des Tropengürtels reisen müssen. Inzwischen haben wir mit einigem Entsetzen festgestellt, dass unsere must-see-Ziele Machu Picchu und Salar de Uyuni so weit oben in den Anden liegen, dass es dort richtig kalt sein wird. Brrr…. Also muss wohl neben den Flip-Flops auch noch die Daunenjacke ins Gepäck. (g)

 

 

 

 

 

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6 Replies to “Die Reiseroute: Wo geht´s denn bitte lang?”

  1. Ihr Lieben,

    ich bin dabei…..

    Zumindest mit den Augen und Geist zum Lesen 😉

    Doerte

    1. Liebe Doerte,
      schön, das freut uns!

      LG
      Gina und Marcus

  2. Maria Gormanns sagt: Antworten

    Liebe Gina, lieber Markus
    unglaublich, was ihr vorhabt.
    Schön, dass wir uns Sonntag getroffen haben und du Gina, mich an eure Reise erinnert hast.
    Ich wünsche euch einen guten Start, eine wunderbare Reise mit allem, was ihr euch wünscht.LG Maria

    1. Liebe Maria,
      vielen Dank für deine guten Wünsche. Ich hab mich auch gefreut, dich noch mal getroffen zu haben. Euch auch eine gute Zeit! Lasst es euch gut gehen ☺

  3. Otto Dietmaier sagt: Antworten

    Hallo Gina und Markus,

    ich bin immer noch – ohne Flip-Flops- im Apothekenalltag und grüße euch herzlich.
    Viel Glück für eure tolle Reise!

    Otto

    1. Danke! Freut uns von dir zu hören. Wir sind auch schon lange ohne Flipflops unterwegs, hier im Andenhochland wird es bitter kalt. Demnächst wollen wir uns mal ne wärmere Gegend ausgucken. Aber erst ist noch Machu Picchu dran! 🙂
      Schöne Grüße in den Apothekenalltag,
      Gina und Marcus

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