Coromandel – grüne Hügel, steile Kurven

Roadtrip mit Kermit 2.0 Tag 13 bis 17

Heute geht’s zur Coromandel Halbinsel nach Miranda zum Birdwatching. Uns erwartet ein Ausguck in der Schlicklandschaft.

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Da buddelt einer ganz schön tief 🙂

Eine sehr engagierte Mitarbeiterin des Birdlife Centers zeigt uns durch ein Fernglas die im Watt befindlichen Vögel. Hier ist Station für zahlreiche Zugvögel, die zu dieser Zeit aus Alaska und Sibierien teilweise Non-Stop hier ihr Winterquartier aufsuchen. Nach mehreren tausend Kilometern Flug sind die Tiere völlig erschöpft und schlafen oder fressen.

Wusstet ihr, dass es einen Vogel mit einem Rechtsknick im Schnabel gibt? Das ist Evolution, durch den Knick kann er besser und einfacher fressen. Wir entdecken noch viele andere Vögel, alle werden uns erklärt.

Später in Thames machen wir einen Walk, der uns an vielen alten Häusern vorbeiführt. Wir besichtigen auch eine kleine Holzkirche. In der sitzt eine passionierte alte Dame, mit der wir uns über die Historie der Kirche unterhalten.

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Hübsche Kirche, wie fast alle Gebäude hier aus Holz
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Auch innen ist die Kirche hübsch anzusehen

Später wandern wir einen hügeligen Pfad durch den Wald. Manchmal wundere ich mich über den Geschmack mancher Tierhalter. ?

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Ist es ein Punk?

Am Ende, als wir den Ort wieder erreichen erwartet uns eine Autowerkstatt, die mein Herz höher schlagen läßt. Seht selbst ?

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Kleine Auswahl an schönen alten Fahrzeugen

Dann fahren wir entlang der Küste nach Coromandel. Die Küstenstraße ist eng und sehr kurvig. Es gibt kaum Leitplanken, dementsprechend aufregend ist die Fahrt. Der Blick aufs Meer ist atemberaubend, die Sonne glitzert auf dem Wasser und die Wellen brechen sich schäumend am Ufer.

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So viel Wasser hier 🙂

In Coromandel wandern wir wieder. Diesmal führt der Weg durch einen Wald am Fluss entlang. Bald müssen wir den Fluss kreuzen, naja, es ist eher ein Bach, reicht aber um nasse Füße zu bekommen. Gina hat ihre Goretex-Wanderschuhe an und durchquert den Bach lässig, während ich nur Sneaker anhabe und über eine verfallene Brücke balancieren muss, um das andere Flussufer zu erreichen.

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Hoffentlich hält die Konstruktion

Für den Nachmittag haben wir eine Besichtigung der Cathedral Cove geplant. Das ist eine Felsformation am Strand mit einem riesigen Bogen. Doch zuvor geht es vom Parkplatz aus zwanzig Minuten steil nach unten zum Meer. Der Anblick entschädigt für die Lauferei.

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Momentan kommt man trockenen Fußes durch, bei High-Tide nicht mehr
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Überall lauern Gefahren

Das schlechte Wetter bringt uns auf eine Idee: wir buchen mal wieder ein AirBnB Zimmer. Ist nur wenig teurer als auf dem Campingplatz, man kann kostenlos Klamotten waschen und hat besseres Internet als auf den Campsites. Ideal für die weitere Planung. Am Stadtrand von Hamilton werden wir fündig. Ein wunderbares Zimmer in einem restaurierten alten Haus, bewohnt von den super netten Gastgebern Anika und Mike.

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Altes Farmhaus

Es gibt sogar einen Whirlpool, den wir benutzen dürfen. Wir schauen uns die Tiere an, einige Rinder, Schafe, Schweine und Hühner.

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Weihnachten ist es dran 🙁

Die Hühner legen jeden Tag Eier, die wir uns zum Frühstück nehmen können. Dazu eine kurze Geschichte: Ich wollte Spiegeleier machen und nahm dazu zwei frische Hühnereier. Ich versuchte die Eier am Pfannenrand aufzuschlagen, einmal, zweimal, dreimal, nichts passierte. Was ist los, bin ich zu schwach oder die Eierschale zu stark? Peinlich, peinlich. Erst ein von Gina herbeigeführter beherzter Schlag aufs Ei brachte den Erfolg. Also eins sag ich euch: die Supermarkt-Eier haben eine viel dünnere Schale.

Einen Tag verbringen wir nur im Haus mit waschen, bloggen, skypen. Einen anderen Tag schauen wir uns das örtliche Museum und die Hamilton Gardens an. Aus einer geplanten Nacht werden drei, so gut gefällt es uns. Oft sitzen wir mit Anika und Mike zusammen und quatschen. Die Zeit hier vergeht wie im Flug. Und dann heißt es wieder aufbrechen, wir wollen die geothermalen und vulkanischen Besonderheiten in Rotorua besichtigen. (M)

Kermit 2.0 Logbuch Tag 13 bis 17

Orewa – Coromandel – Tairua – Hamilton

Kilometer: 510

Camps:

Tidewater Tourist Park

Tairua Holiday Park

AirBnb Hamilton

Gesamtkilometer: 1718

 

 

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2 Replies to “Coromandel – grüne Hügel, steile Kurven”

  1. Hallo Ihr 2,
    alles klar bei euch? habt ihr was vom Erdbeben gespürt?

    Beste grüße,

    Norbert K

    1. Hi Norbert, deine Nachfrage freut uns, danke. Gestern Nacht hats hier gewackelt, obwohl wir auf der Nordinsel weit weg vom Epizentrum waren. Ist aber nichts passiert. Viele Grüße auch an die Kollegen, Marcus

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