Camooweal – Bush Poetry im Outback

Roadtrip mit Kermit Tag 14

Auf dem Weg von Cloncurry nach Camooweal kommen wir an der Touristeninformation in Mount Isa vorbei. Hurra, da gibt es kostenlos Wifi. Also die Tablets geschnappt und ein paar Fotos und einen Bericht hochladen. Durch die Verzögerung kommen wir erst spät am Nachmittag am Campingplatz an. Platz mit Stromanschluss? Alles schon besetzt. Also zum ersten Mal unpowered, mal sehen, ob der Kühlschrank die Nacht über hält.

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Das Schild kündigt einen Fußgängerüberweg an ?

Als Erstes schauen wir uns den Ort an. Viel gibt es nicht zu sehen, aber die Australier sind groß darin, alte Sachen auszustellen, alte rostige Autos, verfallene Häuser, Teile einer Lokomotive…

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Wellblech überall, wo man hinschaut.

Hier ist es der verfallene General Store, also ein großer Tante Emma Laden, wo es alles gab. Interessant ist, dass mangels Holz die Häuser aus Wellblech konstruiert wurden. Natürlich rosten die auch fröhlich vor sich hin.

Kaum sind wir wieder am Camp, spricht uns ein älterer bärtiger Aussie an und lädt uns zur Nachmittagsaufführung ein. Seine Frau und er geben selbstgemachte Gedichte zum Besten, allesamt aus der Region handelnd, also aus dem Busch, daher Bush-Poetry. Ok, mal sehen, denken wir uns und schleichen zur vereinbarten Zeit großräumig um den Veranstaltungsort, die Camp-Kitchen. Schauen wir, wer alles da ist. Aber schon werden wir vom Bärtigen entdeckt und herangewinkt. Neun Zuschauer sind wir dann, als Brenda Joy mit ihren Gedichten loslegt. Sie baut alle Zuschauer als Akteure in ihre Gedichte ein, sodass jeder von uns mal auf der Bühne steht.

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Einmal ist die Damenriege dran…

Brenda hats wirklich drauf, zwar verstehe ich nicht alles, aber mir entgehen die lustigen und teilweise schlüpfrigen Textpassagen nicht.

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…und einmal sind die Herren dran. Die Dame in der Mitte ist Brenda.

Später gehen Gina und ich noch auf ein Bier in den zum Camp gehörenden Pub. Dieser ist fast das einzige Amusement in dem Ort, dementsprechend voll. Die Gäste sind überwiegend Cowboyhut tragende Einheimische. Die Cowboys werden hier Drover genannt. Darauf ist man stolz, und in jedem Ort, der etwas auf sich hält, finder mindestens einmal im Jahr ein Rodeo statt, bei dem die besten Drover gegeneinander antreten.

An einer Ecke der Theke, und nur an dieser, gibt man seine Bestellung auf. Erst wenn man bezahlt hat, bekommt man sein Bier oder, wenn es sich um Speisen handelt, ein Holztäfelchen mit einer Besstellnummer. Ist das Essen fertig, bringt die Bedienung dieses zum Tisch und nimmt die Nummer wieder mit. Kurz nachdem wir uns niedergelassen haben, winkt uns John zu sich und seiner Frau, beide hatten mit uns einen Part auf der Bush-Poetry Bühne. Über eine Stunde quatschen wir dann zu viert über australische und deutsche Lebensgeschichten.

Neben den grandiosen Landschaften sind es die Begegnungen mit den Menschen, die unsere Reise so einmalig machen. (M)

Kermit Logbuch Tag 14:

Cloncurry – Camooweal

Kilometer: 311

Camp: Post Office Caravan Park

Gesamtkilometer: 2099

2 Replies to “Camooweal – Bush Poetry im Outback”

  1. Hallo Gina und Markus
    wollen uns herzlich für Eure Karte bedanken!! Haben uns echt gefreut- wir sind gerade mal wieder aus Königswinter zurückgekehrt, wo wir 3 Wochen verbracht haben! (Auch ganz schön :-))
    Euch wünschen wir weiterhin so viel Freude und lesen auch weiter Eure spannenden stories!

    Liebe Grüße jetzt wieder aus Berlin
    Doro und Ralf

    1. Hallo Doro und Ralf,
      Schön, dass die Karte angekommen ist. Wir sind noch in Darwin und machen ab morgen den Litchfield National Park unsicher. LG Gina&Marcus

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