Brisbane – Good Bye Australia

Nachdem wir uns von Kermit verabschiedet haben, geht es mit dem Taxi zum Flughafen. Unser nächstes Ziel heißt Brisbane.

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Brisbanes Zentrum vom Wasser aus

Der Flug dauert zwei Stunden und ist ruhig. Eine kühle (im Gegensatz zu Cairns) Brise empfängt uns, als wir vor dem Terminal stehen und länger als erwartet auf unser Taxi warten. Und das kommt so: wir sind ja Sparfüchse, und in Brisbane ist das günstige Konkurrenzunternehmen zum Taxi erlaubt, das heißt Uber. Bei Uber kann man sich privat als Taxifahrer bewerben. Per Online-App bestellt der Fahrgast ein Auto zu einem gewünschten Uber-Abholort, den er in der App markiert. Also bestellen wir das erste Mal ein Uber. Und warten, und warten…

Das Schöne an der App ist, dass das gewünschte Fahrzeug als kleines Auto auf der Karte erscheint und man sieht, wo es gerade hinfährt. Es kommt näher und näher und, verdammt, es biegt ab und entfernt sich von uns. Nach 20 Minuten ruft der Fahrer bei uns entnervt an, er findet uns nicht. Wir erklären es nochmal. Fünf Minuten später storniert er die Fahrt. Das ganze Spiel nochmal. Ein anderer Fahrer kennt sich wohl besser aus, nach kurzer Zeit steht er vor uns. Und erklärt, dass die Stelle, wo wir warten, seit zwei Tagen ein neuer Abholort sei. Na gut.

Wir haben über AirBnB ein Zimmer in einer Wohnung gebucht. Steve und Lynn, unsere zwei vietnamesischen Gastgeber, leben hier. Viel zu sehen kriegen wir die Beiden nicht. Sie haben ein Pizza-Restaurant und sind sieben Tage die Woche von vormittags bis spätabends unterwegs.

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Auf in die City!!

Dann geht’s einen Tag in die Stadt zur Info. Wir buchen prompt eine Whale-Watching Tour. Später besteigen wir den Uhrturm der Cityhall, haben einen wunderbaren Blick über die Stadt und lassen uns die Technik der alten Uhr erklären.

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Blick vom Uhrturm auf eine kleine Kirche, umringt von Hochhäusern ?
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Der schnelle CityCat

Da wir etwas außerhalb der City wohnen, nutzen wir den öffentlichen Nahverkehr. Zu diesem gehört nicht nur der Bus, sondern auch die Fähre. Der CityCat hat es uns besonders angetan. So schnell und dann noch mit so einer Aussicht, seht selbst.

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Die Aussicht vom Boot aus

Am nächsten Tag haben wir eine Stadtführung bei den City-Greeters gebucht. Die Tour wird von ehrenamtlichen Mitarbeitern durchgeführt und ist kostenlos. Wir treffen unseren Guide Duncan wie vereinbart, mit dabei ist noch ein deutsches Pärchen und ein Tourist aus Abu-Dhabi.

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Überall in der Stadt findet sich Kunst
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Metallische Schmetterlinge als Hausfassade
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Historisches Gebäude
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Blumenbogen in South Bank

Vier Stunden dauert die Tour, und man merkt Duncan’s leuchtenden Augen an, dass er seine Stadt liebt. Völlig erledigt schleppen wir uns am Ende der Tour zum Picknick auf eine Parkbank und treten danach den Heimweg an.

Der nächste Tag steht unter dem Motto Whale-Watching. Um viertel vor neun morgens geht’s mit dem Tourbus zur Küste in den Ort Surfers Paradise. Als ich den Namen zum ersten Mal höre, stelle ich mir einen beschaulichen Ort mit kleinen Häusern vor. Wie man sich doch täuschen kann: eine Hochhausfront am weißen Sandstrand, und auch sonst ist es eher ein rummeliger Ort.

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Surfers Paradise vom Meer aus

Die Fahrt mit dem Katamaran raus aufs Meer ist ganz schön spannend. Man erklärt uns, dass gestern wegen zu starkem Wind alle Touren ausgefallen seien. Heute ist es besser, aber die Wellen sind immer noch ordentlich und so werden wir ganz schön durchgeschüttelt. Um uns herum werden eifrig Kotztüten in Anspruch genommen. Besonders anfällig für Seekrankheit scheinen die Asiaten zu sein. Ich merke zwar auch, dass mein Magen auf das Geschaukele etwas reagiert, aber nicht wirklich schlimm. Auf See heißt es dann Wale suchen. Die hier häufig zu sehenden Humpback-Wale ziehen zwischen Juni und Oktober aus der Antarktis durch den Pazifik vorbei an der australischen Küste in wärmere Gefilde, um dort ihre Jungen zu bekommen. Dann schwimmen Mutter und Kind wieder zurück. Dabei kann man mit Glück mit den Booten nahe an die Tiere herankommen und sie beim aus dem Wasser springen, zurücktauchen und ausblasen gut beobachten.

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Wal in Sicht !!!

Na ja, wir haben nicht soviel Glück, wir können Wale von Weitem beobachten, auch haben sich Delfine und Schildkröten oder Haie gut versteckt. Spaß macht es trotzdem, die Bootsfahrt ist spannend und auf dem Weg vom und zum Hafen wird viel erklärt.

Einen weiteren Tag verbringen wir am Mount Coot-tha Lookout. Das ist ein Hügel am Rande der Stadt. Von dort hat man einen fantastischen Ausblick auf die Stadt und das Umland.

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Großartiger Blick vom Lookout

Wir fahren von der Stadt mit dem Bus dorthin und wollen  etwas wandern. Da es warm ist haben wir unsere Flipflops an. Also fallen schuhbedingt schonmal einige Wanderwege aus. Wir finden trotzdem einen, der uns zum botanischen Garten führt. Geschafft, jetzt erstmal unser mitgebrachtes Picknick verspeisen. Diesmal ohne die Marshflies, nur zwei niedliche Kookaburras schauen uns zu, wie wir unsere Brote mit Käse belegen und genüsslich reinbeißen.

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Der Kookaburra schaut uns beim Essen zu ?

Zzschsssss…, und weg ist das Brot samt Käse!!! Der ach so niedliche Kookaburra kam im Sturzflug heran und hat sich das Brot aus Ginas Hand geschnappt. Das ganze ging so schnell, ich hab aus dem Augenwinkel nur einen Schatten vorbeizischen sehen. Jetzt sitzt der Vogel gemütlich da und verspeist den Käse. Den Toast hat er liegenlassen. So ein verbrecherischer Gourmet!

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Wir schauen dem Kookaburra beim Käse essen zu

Da nach unserem Marsch die Füße schon etwas schwer sind, nehmen wir den Bus zurück.

Ich hatte ja den öffentlichen Nahverkehr angesprochen. Da wir mehrfach Bus oder Schiff gefahren sind, haben wir uns die goCard gekauft, die man mit Bargeld auflädt und mit dem Guthaben herumfahren kann.

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So sieht die goCard aus

Man checkt mit der Karte an einem Kartenleser im Fahrzeug ein und beim Aussteigen wieder aus. Der verbleibende Betrag auf der Karte wird auf dem Gerät angezeigt. Praktisch, das wünschen wir uns für Köln oder Düsseldorf genauso. Außerdem ist das Fahren mit dieser Karte günstiger als mit Einzelfahrscheinen.

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Vollmond, nur andersrum ?

Langsam neigt sich die schöne Zeit hier dem Ende entgegen. Fast drei Monate Australien liegen hinter uns. Unser Votum ist unisono. Es war eine super Zeit hier. Australien, wir kommen wieder ? (M)

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